Omas Gartennotizen - Gartentipps nicht nur für Anfänger

Hier gibt es Informationen über Schneckenbekämpfung. Außerdem erfährst du etwas über Nützlinge im Garten. Es gibt auch Rezepte für Kräterauszüge und Kräuterjauchen als Pflanzenstärkungsmittel.

Omas Gartennotizen

 

Diese Seite widme ich meiner Oma. Sie würde sich allerdings vermutlich im Grabe umdrehen, wenn sie meinen "wilden" Garten sehen könnte, denn sie war eher für eine formale Gestaltung mit einem englischen Rasen und auf jeden Fall ohne Unkräuter! Die Tipps, die ich auf dieser Seite gesammelt habe, wären wohl nichts für sie gewesen, aber sie war doch gerne in ihrem Garten zugange und hat noch in hohem Alter gebuddelt und gewühlt.

 

Inhalt:

  • Im Kampf gegen die Schnecken
    Schnecken im Garten fressen keineswegs "alles", einige Pflanzen
    werden tatsächlich von ihnen verschmäht.
    Auch sonst kann man einiges gegen diese Plagegeister tun
  • Marienkäfer und Co. als kleine Helfer
    Es gibt eine Menge nützlicher, kleiner Tiere, die einem
    Gärtner beim Kampf gegen Schädlinge helfen können.
  • Kräuterbrühen und -jauchen
    Ein Gärtner kann einiges tun, um seine Pflanzen
    auf natürliche Art und Weise zu stärken.
  • Weidenwasser
    Ein Ansatz mit Weidenzweigen soll Sämlinge stärken
  • Bäuerliche Wetterregeln
    Die jahrhundertealten Bauernregeln sind manchmal
    den modernen Wettervoraussagen durchaus ebenbürtig
  • Für alle Fälle: Gartenwetter
    auf moderne Art dokumentiert:

Im Kampf gegen die Schnecken!

"Anti"-Schneckenpflanzen

Ich habe das aus diversen Gartenzeitschriften und anderen Zeitungen gesammelt und meine Erfahrungen dazu geschrieben:

Sommerblumen:

Alyssum - Steinkraut (richtig)
Begonia semperflorens - Blütenbegonie
Bellis - Maßliebchen, Tausendschön
Callistephus - Sommeraster
Calendula - Ringelblume (meine blieben verschont)
Celosia - Federbusch, Hahnenkamm
Cheiranthus - Goldlack
Chrysanthemum paludosum - Zwergchrysantheme
Chrys. parthenium - Edelkamille (stimmt)
Chrys. tenuiloba - Gelbes Gänseblümchen
Cosmea - Schmuckkörbchen (das war ja wohl nix! Die Schnecken haben die Haut vom Stängel genagt!)
Dianthus - Nelke
Euphorbia - Wolfsmilch
Gazania - Gazanie, Mittagsgold
Impatiens gladulifera - Springkraut
Imp. walleriana - Fleißiges Lieschen (nun ja, die Schnecken verloren irgendwann den Appetit daran)
Lathyrus - Wicke (mochten sie bei mir wohl, waren aber auch ziemlich mickrig)
Nigella damascena - Jungfer im Grünen (blieben wirklich verschont)
Pelargonium - Geranie (habe ich nur auf dem Balkon - da kommen glücklicherweise die Schnecken nicht hin!)
Penstemon - Bartfaden
Petunia - Petunie
Portulaca - Portulak
Primula - Primel (kann ich bestätigen)
Salvia horminum - Buntschopfsalbei (normaler Salbei wurde auf jeden Fall schon gefuttert)
Statice sinuata - Meerlavendel
Tropaeolum - Kapuzinerkresse (aber sie verstecken sich gerne drunter)
Verbena - Eisenkraut
Xeranthemum - Papierblume

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Stauden:

Achillea - Schafgabe (meine kleine wurde komplett vertilgt, die große ist oK)
Agapanthus - Afrikanische Schmucklilie
Aquilegia - Akelei (manchmal werden sie schon angenagt, aber nur ein bisschen, und es scheint ihnen nicht zu schaden)
Aruncus - Geißblatt
Aster - Alpenaster (und wer hat dann meine verdrückt???)
Astilbe arendsii - Astilbe
Astrantia - Sterndolde (bei mir komplett abgefressen, allerdings am falschen Standort gepflanzt *schäm*)
Centaurea marocephala - Flockenblume (stimmt)
Cendranthus ruber - Spornblume (blieb wirklich verschont)
Chelone - Schlangenkopf
Crocosmia - Montbretie
Dianthus deltoides - Nelke (richtig!)
Erigeron - Feinstrahlaster (mochten sie tatsächlich nicht)
Euphorbia - Wolfsmilch
Geranium - Storchschnabel (unbedingt richtig)
Helenium - Sonnenbraut (stimmt)
Helleborus - Christrose (jau!)
Inula orientalis - Alant (stimmt!)
Iris germanica - Schwertlilie (scheinen meine Schnecken aber nicht zu wissen, sie lieben die Blätter...)
Iris kaempferi - Japan-Iris
Lychnis coronaria - Lichtnelke, Fexiernelke (ja)
Oenothera miss. - Nachtkerze (richtig!)
Ophalodes - Gedenkemein (ja, stimmt)
Pachysandra - Ysander
Paeonia - Pfingstrose (stimmt)
Phlox panicutata - Sommerflox (bedingt richtig, solange er noch klein ist fressen sie ihn nämlich schon!)
Physostegia - Gelenkblume
Platycodon - Ballonblume (im ersten Jahr ziemlich abgenagt, im zweiten nicht mehr)
Polygonatum - Salomonsiegel
Primula rosea - Rosenprimel

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Andere Methoden, die Schnecken zu bekämpfen

Schneckenzäune: meist aus Metall, Beetkanten, die oben umgebördelt sind, so dass die Schnecken sie nicht überwinden können. Schneckenzäune sind bestimmt gut für Gemüsegärten, aber man muss ordentlich aufpassen, dass kein Blättchen darüber hinaus hängt und so eine Art Trittleiter für die Schnecken bildet. Sie sind allerdings ziemlich teuer, und man muss sehr aufpassen, dass keine Blätter darüber hinaus hängen und so einen Einstieg für die gefräßige Bande bilden. Das bedeutet aber auch, dass die Schneckenzäune immer gut sichtbar bleiben. Im Blumengarten, wo man ja eher üppige Fülle mag und die Blumen die Beete ordentlich überwuchern sollen, sind sie optisch nicht so schön.

Andere Barieren: Schnecken sollen angeblich nicht gerne über Eierschalen, Sägespäne, Tannennadeln, Stroh und ähnliches rauhes Material kriechen. Nachteil: muss vielfach nach jedem Regen erneuert werden, sieht nicht unbedingt gut aus und wirkt nicht zuverlässig.

Bierfallen: Die Schnecken ertrinken darin, weil sie dem Biergeruch nicht widerstehen können. Sicher wird man morgens eine Menge toter Schnecken darin finden, aber ebenso viele werden aus dem Nachbargarten einwandern, denn sie lieben den Biergeruch. Empfehlenswert für mit Schneckenzaun eingezäunte Beete.

Schneckenkorn: wohl das einzige Mittel was wirklich funktioniert. Nachteil: Das Zeug ist wirklich giftig, und die toten Tiere sind eine Gefahr für Nützlinge. Inzwischen gibt es auch ein "natürliches" Mittel, was den Schnecken den Appetit verderben und das ungiftig für Nützlinge sein soll. Allerdings muss man es regelmäßig in größeren Mengen ausbringen und es ist sehr teuer.

Kaffee: Ja, du hast richtig gelesen. Neuere Forschungen ergaben, dass Schnecken anscheinend kein Koffeein vertragen, schon ein "Blümchenkaffee" bekommt den Tieren nicht. Werde dasdieses Jahr mal ausprobieren. Man gießt den Kaffee einfach über die Blätter und auf die Erde. Ich bin gespannt, ob das wirklich funktioniert.

Duftstoffe, die die Schnecken von den "leckeren" Pflanzen ablenken sollen: Es gibt kleine Körnchen aus Tongranulat, die mit Duftstoffen imprägniert sind und Schnecken abschrecken sollen. Die Schnecken in meinem Garten ließen sich davon nicht übermäßig beeindrucken und vertilgten meinen Rittersporn trotzdem, zudem mochte ICH den Geruch nicht!

Neuerdings bekommt man auch ein Mittel, das aus Lebermoos hergestellt wird. Es wird auf die Pflanzen gesprüht, und die Schnecken sollen diese dann in Ruhe lassen. Du kannst dir etwas ähnliches selbst fabrizieren, indem du Moos mit kaltem Wasser ansetzt. Nimm dazu das Moos was in deinem Rasen wächst. Moos in freier Natur sollte in größeren Mengen nicht gesammelt werden.

Umsiedeln: Die Schnecken einsammeln und nächtlings klammheimlich in den Garten des Nachbarn werfen. Nicht unbedingt von Erfolg gekrönt, denn Schnecken legen erstaunlich große Strecken zurück und werden sich vermutlich bald wieder einfinden. Weiters wird der Nachbar sicher erbost sein, wenn er das merkt, und sich eventuell revanchieren...

Allerdings könnte man natürlich versuchen, die Schnecken weiter weg in der "Wildnis" auszusetzen.

Ermorden: Wie viele Gartenbesitzer bin auch ich inzwischen zum Schneckenmörder geworden, ich schneide die Viecher, wenn ich sie finde, brutal mit der Gartenschere durch! Andere Mordmethoden: Zertreten (igitt!), mit kochendem Wasser überbrühen (finde ich auch nicht "sanfter", es soll aber schneller töten), ins Klo spülen (ob die Tiere dabei wirklich sterben?), im Plastikbeutel in den Müll (kein schneller Tod!), Salz draufstreuen (tut vermutlich auch weh und dauert länger als durchschneiden, die Tiere lösen sich langsam und qualvoll auf!).

Die Schnecken in einen Plastikbeutel zu füllen und diesen in den Müll zu entsorgen, finde ich schrecklich!

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Marienkäfer und Co.

 

Viele Tiere im Garten sind nicht nur hübsch, sondern sehr nützlich bei der Bekämpfung von Schädlingen. Igel, Spitzmäuse, Frösche und Kröten ernähren sich von Pflanzenschädlingen am Boden. Vögel, Zauneidechse, Blindschleiche, Igel, Spitzmäuse und auch Fledermäuse vertilgen viele Schädlinge. Spinnen fangen unzählige Insekten in ihren Netzen.

Es gibt auch einige nützllche Insekten. Zur Freude eines jeden Gärtners vertilgen sie Blättläuse, Spinnmilben, Raupen, Engerlinge und sogar Schnecken. Wenn man allerdings beim kleinsten Auftreten von Blattläusen zur Giftspritze greift, wird man vergebens auf die Nützlinge warten. Es lohnt sich oft, zunächst einmal abzuwarten. Immerhin gibt es Marienkäferarten, die im Laufe ihres Lebens ungefähr 4000 Blattläuse auffressen. Sollten die Nützlinge mit dem Schädlingsbefall dann doch nicht fertig werden, kann man diese immer noch mit Gift bekämpfen. Dabei solltest du aber unbedingt ein nützlingsschonendes Präperat verwenden.

Neben den Marienkäfern machen sich noch einige andere Insekten nützlich im Garten:

Franzosenkäfer, Weichkäfer:
frisst Blattläuse und kleine Raupen an Stauden und Gehölzen.

Laufkäfer:
ernähren sich mit Vorlieben von Jungschnecken und Schneckeneiern. Der Schaufelläufer oder Schwarze Laufkäfer wagt sich sogar an Gehäuseschnecken.

Florfliegen:
Ihre Larven vertilgen Blatt- und Schildläuse, aber auch Spinnmilben. Man nennt sie "Blattlauslöwen"
Schwebfliegen:
Die Larven futtern 300 bis 500 Läuse während ihrer kurzen Lebensdauer von zwei Wochen.
Ohrwurm:
ist nachtaktiv und frisst dann Blattläuse.
Schlupfwespe:
bohrt Läuse, weiße Fliegen, Gespinstmotten und Blattläuse an und legt in ihnen ihre Eier ab. Die Larven töten die Schädlinge dann von innen.

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Damit diese Insekten im Garten heimisch werden, brauchen sie bestimmte Lebensräume. Wenn alles zu ordentlich und aufgeräumt ist, können sie sich nicht wohlfühlen. Je größer die Vielfalt der Lebensräume ist, die wir ihnen im Garten bieten, desto mehr nützliche Insekten werden dort zu finden sein. Hier folgen ein paar Tipps, wie man die kleinen Helfer in den Garten locken kann:

Trockenmauern und Steingärten bieten Unterschlupf für Eidechsen, bestimmte Laufkäfer fühlen sich wohl auf warmen, offenen Flächen. Ein Stapel Dachziegel an einer Schuppfenwand ist Heimat für Kurzflügler und Laufkäfer.
Den mit Stroh gefüllten und kopfüber aufgehängten Blumentopf für Ohrwürmer kennt wohl inzwischen jeder Gärtner. Ohrwürmer fühlen sich aber auch wohl in Hartholzblöcken mit Bohrungen, Schilfrohrbündeln und Lochsteinen, dort wohnen auch gerne Spinnen und Schlupfwespen.
Ein morscher Baumstumpf in einer schattigen Ecke, umgeben von einer dichten Bepflanzung, eine Steinschüttung dazu, da können sich zahlreiche Käfer wohlfühlen. Der Baumstumpf ist auch ein wunderbares Winterquartier für Käfer und Larven.
Reisig- und Steinhaufen werden von Laufkäfern, Eidechsen und Igeln als Unterschlupf angenommen, und mit Stroh gefüllte Holzkästen kann man Florfliegen ein Winterquartier bieten.

Wie wäre es denn mit einem "Insektenhotel" mit verschieden gefüllten Fächern, in dem diverse Insektenarten unterkommen können? Die einzelnen Fächer kann man mit Holzwolle, Baumscheiben, kleine Äste, Stroh oder Lochziegel, aber auch morschen Hölzern, Bambusstäben, alte Blütenständen, und Bündeln von Schilfrohren und Holunderholzstäben "möblieren". Dazu kommen noch Hartholzblöcke mit verschieden großen Bohrungen. Eine Anleitung für ein ziemlich komfortables Insejktenhotel gibt es hier: http://www.mein-schoener-garten.de/PM4D/PM4DE/PM4DE06/PDF/7901.pdf. Es reichen aber auch schon einige Baumscheiben, in die verschieden große Löchergebohrt werden, oder ein Bündel Schilfhalme, die mit einem Band zusammengehalten werden. Das Insektenhotel sollte an einem geschützen Platz mit Sonneneinstrahlung (Südseite) stehen und wird bestimmt bald bewohnt sein!

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Pflanzen schützen und stärken - auf natürliche Art

Die Abwehrkräfte deiner Pflanzen kannst du mit selbst hergestellten Kräuterbrühen und Kräuterjauchen stärken. Die Zutaten dafür findest du oft im eigenen Garten, oder du kaufst die getrockneten Kräuter in Gartenfachgeschäften. Oft gibt es auch bereits fertige Extrakte. Wunder darfst du von den Brühen und Jauchen nicht erwarten, aber man kann die Pflanzen damit oft so stärken, dass ein Befall mit Schädlingen oder Pilzen auf ein Maß beschränkt wird, das man getrost tolerieren kann. Dafür solltest du die Mischungen möglichst vorbeugend und vor allem regelmäßig ausbringen.

 

Geeignete Kräuter:

Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense L.)

Adlerfarn (Pteridium aquilinum)

Beinwell (Symphytum officinale L.)

Brennessel ( Urtica dioica, Urtica urens)

Staudenknöterich ( Reynoutria japonica)

Rainfarn (Tanacetum vulgare)

Wermut (Artemisia absinthium L.)

Wurmfarn ( Dryopteris filix-mas)

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Kräuterbrühe:

Die zerkleinerten Pflanzenteile werden 24 Stunden in Wasser eingeweicht. Dann das Ganze mit dem Einweichwasser aufkochen und etwa 15 bis 30 Minuten köcheln lassen. Der abgekühlte Sud wird gesiebt oder gefiltert, und dann kann man damit im Garten gießen oder spritzen. Da die Pflanzenbrühen sehr schnell schlecht werden, sollte man sie sofort verbrauchen.

Ackerschachtelhalm-Brühe: 500 g frische Blätter oder 75 g getrocknete Pflanzen auf 5 l Wasser. Vor dem Ausbringen mit der 5fachen Menge Wasser verdünnen. Schachtelhalm-Brühe ist stark kieselsäurehaltig und wirkt vor allem gegen Pilzbefall, aber auch gegen Milben. Kann gut mit Brennesseljauche gemischt werden.

Rainfarnbrühe: vertreibt Läuse, Milben und andere Schädlinge und soll auch gegen Rost und Mehltau wirken. Man nimmt 150 g frische Blätter (oder 15 g getrocknetes Kraut) auf 5 Liter Wasser und versprüht die Brühe unverdünnt über die Pflanzen.

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Kaltwasserauszug:

Brennesselbrühe: Die beißende Brennesselbrühe, die gegen Blattläuse wirken soll, ist nur ein Kaltauszug. Man setzt die Blätter mit kaltem Wasser an und lässt 1kg frische Brennesseln in 10 l kaltem Wasser 12 bis 24 Stunden stehen. Dann sofort unverdünnt spritzen.

Staudenknöterich-Kaltwasserauszug: Die zermahlenen Blätter des Staudenknöterichs werden mit kaltem Wasser angesetzt und sollen helfen gegen Pilzerkrankungen, vor allem gegen Mehltau. Es wird empfohlen, auf ein Fertigpräparat zurückzugreifen, z. B. Milsana.

Molke-Wasser: 1 l Molke oder Magermilch mit 4 l Wasser verdünnen und auf Tomatenpflanzen spritzen. Wirkt vorbeugend gegen Braunfäule.

Wermutbrühe: dreifach verdünnt im Juli gegen Blattläuse und Apfelwickler spritzen, im Herbst 2fach verdünnt gegen Brombeermilben.

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Kräuterjauche:

Auf 10 l Wasser kommen 1 kg frisches Kraut. Besonders bei Brennesseln aufpassen, dass sich noch keine Samen gebildet haben! Du kannst Gefäße aus Kunststoff, Holz oder Steingut dafür verwenden, Metallgefäße können beim Gärprozess pflanzenschädigende Stoffe freisetzen. Die Mischung wird möglichst offen stehen gelassen, eventuell ein Schutzgitter auflegen, damit keine Tiere hineinfallen können. 2 Wochen lang musst du das Gemisch täglich umrühren. Gegen den lästigen Geruch helfen zwei Handvoll Steinmehl auf 10 l Jauche.

Wenn die Gärung abgeschlossen ist und keine Bläschen mehr aufsteigen, den Behälter abdecken. Vor dem Ausbringen wird die Jauche im Verhältnis meist 1:10 verdünnt, sonst kann sie den Pflanzen schaden. Die Pflanzenreste aus dem Gefäß kommen auf den Kompost.

Adlerfarnjauche: unverdünnt als Winterspritzung gegen Schild-, Schmier- und Blutläuse spritzen. Im Frühjahr 10fach verdünnt ausbringen gegen Blattläuse, im übrigen Jahr kann man sie unverdünnt auf Pflanzen und Boden verteilen. Dann soll sie auch gegen Schnecken helfen. Adlerfarnjauche hat einen hohen Kali-Anteil und wird deshalb auch bei Kali-Mangelerscheinungen verwendet. Es ist auch gut, den Kompost damit zu begießen.

Beinwell-Jauche: wirkt pflanzenstärkend und hat einen hohen Kaliumanteil. Kann gut mit Brennesseln gemischt angesetzt werden, weil sich die Jauchen ergänzen.

Brennesseljauche: Beim Gärprozesse werden viele stickstoffhaltige Substanzen freigesetzt, dazu Kieselsäure, Vitamine, Spurenelemente und pflanzliches Eiweiß. Außer mit Beinwell-Jauche kann Brennesseljauche auch mit Ackerschachtelhalm-Brühe gemischt ausgebracht werden.

Wermutjauche: Hier nimmt man 300 bis 500 g frisches Kraut oder 30 g getrocknete Pflanze auf 10 l Wasser. Sie wird unverdünnt über Pflanze und Boden gegossen und soll Läuse, Raupen und Ameisen vertreiben und auch gegen Säulchenrost an Johannisbeeren, und Brombeermilben.

Wurmfarnjauche: siehe Adlerfarnjauche.

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Weidenwasser

Als die Menschen entdeckten, dass sich Weidenschösslinge in Wasser so leicht bewurzelten, beschlossen sie, sich diese Wüchsigkeit zu Nutze zu machen. Stücke von Weidenzweigen oder Streifen von Weidenrinde wurden mit Wasser angesetzt und Setzlinge oder Samen damit behandelt. Und sieh da: Es funktioniert. Inzwischen haben Wissenschaftler festgestellt, dass die Weiden ein Pflanzenhormon enthalten, was die Bewurzelung unterstützt. Angeblich soll das auch mit einer sehr schwachen Aspirinlösung funktionieren (1 Teil der Droge auf 10.000 Teile Wasser).

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