Originalbild:
Dante Gabriel Rosetti (1828 - 1882) Es
ist, als ob jeder Baum auf dem Lande mir zuriefe: Heilig, heilig! Ludwig
van Beethoven Inhalt: Seitenende/Links Menschen
und Bäume Bäume
scheinen uns ähnlich zu sein, wie der deutsche Arzt, Naturforscher und Philosoph
Paracelsus (1494 - 1541) schrieb: Dieses
Gewächs [...] gleicht dem Menschen. Es hat seine Haut, das ist die Rinde;
sein Haupt und Haar sind die Wurzeln; es hat seine Figur und seine Zeichen, seine
Sinne und seine Empfindlichkeit im Stamme. [...] Sein Tod und sein Sterben sind
die Zeit des Jahres. Unsere
körperlichen Versorgungssysteme weisen Baumstrukturen auf (Adern, Lungen),
und es gibt auch im Sprachgebrauch viele Ähnlichkeiten von uns Menschen mit
den Bäumen: Wir haben Sprösslinge, manchmal entblättern wir uns,
An unserem Stammbaum lässt sich die Abstammung nachweisen, und wir sind aus
gutem Holze geschnitzt. So
ist es kein Wunder, dass die meisten Menschen sich den Bäumen verbunden fühlen.
Seitenanfang
Vom
Zauber der Bäume Bäume
waren für die Menschen immer etwas Besonderes. Viele Religionen kennen "Weltenbäume",
sie stellten sich die Welt als einen einzigen, großen Baum vor. Bäume
galten als Wohnsitze der Götter, als "Stufen zu Gott" (Japan),
oder auch als Heimat von Geistern und Elfen. Die Bäume sind älter als
wir Menschen, und so sind in manchen Naturreligionen die Menschen aus den Bäumen
gekommen. Heilige Haine oder Bäume kennt man fast überall auf der Welt.
Auch bei
den frühen Christen gab es heilige Baumstätten, so betete Abraham zu
Mamre bei den heiligen Eichen zu Gott, und: "Du
wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern. Die Bäume
und die Steine werden dich Dinge lehren, die dir kein Mensch sagen wird." Das
wusste noch der heilige Bernhard von Clairvaux, ein berühmter Theologe,
Ordensgründer und Prediger seiner Zeit (1090 - 1153). Später
wurde der Kirche diese Baumverehrung offenbar doch unheimlich, denn die Priester
wurden angewiesen, die heiligen Bäume und Haine zu zerstören. Nur noch
in den Kirchen sollten die Menschen zu Gott beten. Trotzdem hat sich in der Architektur
der alten Kirchen mit ihren Gewölben und Bögen noch etwas von der Architektur
der alten Zauberhaine erhalten. Im Übrigen aber wurde die Verehrung der Bäume
ins Böse verkehrt und verteufelt. Viel Unerklärliches und Unheimliches,
Naturgewalten und Naturphänomene wurden mit Hexen, Dämonen oder sonstigen
Spukgestalten erklärt, die die verschiedenen Bäume bewohnen sollten.
Aber dennoch
blieben Bäume wichtig für das tägliche Überleben, sie lieferten
Nahrung, Brennholz und Baumaterial, waren Landmarken zur Orientierung und boten
Schutz vor Wind und Wetter. Auch
heute noch verbinden die Menschen mit den Bäumen ein Gefühl von Geborgenheit
und Sicherheit. Abgesehen
vom tatsächlichen Nutzwert scheinen Bäume auch für uns moderne
Menschen noch etwas Anderes zu bewirken. Sie helfen, den Alltag abzustreifen,
schenken uns Ruhe und lassen uns tief durchatmen. Jeder weiß, wo ein Baum
steht, ist Leben möglich. Mit ihrer Erhabenheit geben sie uns, ähnlich
wie hohe Berge, eine Vorstellung von der Größe der Welt. Die
Anti-Stress-Wirkung der Bäume lässt sich übrigens sogar ganz real
messen, wie eine Studie der Universität Texas bewies. Danach fühlten
sich Menschen, die durch ein Fenster bei der Arbeit Bäume sehen konnten,
oder die auf dem Weg zur Arbeit durch grüne Landschaften kamen, besser als
solche, die den ganzen Tag von Beton umgeben waren. Eine
andere Studie arbeitete
dabei nicht einmal mit realen Bäumen, sondern es wurden Leute zu ihren Gefühlen
befragt, die sie beim Anblick urbaner Landschaften mit und ohne Baumsilhuetten
am Computer fühlten. Es stellte sich heraus, dass die Menschen, die Bilder
mit Bäumen betrachteten, positivere Gefühle entwickelten. http://www.plants-for-people.de/history/baeume.htm Der
Zauber der Bäume ist immer noch wirksam, wie du leicht feststellen kannst,
wenn du an einem Frühlingstag durch den Wald läufst und dich von der
Natur einfangen lässt. Auch Dichter wissen das wohl. Hier kannst du einige
Gedichte nachlesen: http://www.pilsak.de/Baeume_u_Zitate.htm Seitenanfang Magische
Bäume: Apfelbaum (Malus
ssp.) 
Apfelbäume
stehen in allen euro-asiatischen Kulturen für Leben, Liebe, Erotik und Fruchtbarkeit.
Deswegen gibt es auch so viele Apfelorakel, die sich mit der Liebe befassen, oder
damit, wie lange ein Mensch noch leben wird. Dem
Apfelbaum wird nachgesagft, dass er in enger Verbindung mit der Anderwelt der
Elfen und Feen steht. So soll man sich hüten, unter einem Apfelbaum einzuschlafen,
weil es sonst geschen könnte, dass man sich nach dem Aufwachen in dieser
wiederfindet. "An
apple a day keeps the doctor away" so heißt es in einem alten englischen
Spruch (sinngemäß: Ein Apfel am Tag hält den Arzt fern). Tatsächlich
ist etwas Wahres daran, denn Äpfel sind tatsächlich für die Gesundheit
sehr förderlich: Äpfel
können: die Verdauung fördern, Durchfall heilen, den Cholesterinspiegel
senken (sie enthalten wesentlich mehr Flavonide als das berühmte Viertele
Rotweinfür's Herz), und gegen Mikroben wirken. Manche Naturheilkundler sagen
ihm sogar eine gewisse Antikrebswirkung nach! Mehr
über den Apfel als Heilpflanze findest du hier (auf englisch): http://www.the-tree.org.uk/BritishTrees/Apple/apple6.htm Wo
zuerst aus den wilden, sauren Holzäpfeln wohlschmeckende Kulturäpfel
gezüchtet wurden, darüber sind sich die Historiker nicht einig. Die
Mutmaßungen reichen von den alten Ägyptern übis zu den Römern.
Tatsache ist, dass man in Anatolien Apfelkerne gefunden hat, die auf 6500 V. Chr.
datiert werden konnten. Auch aus England kennt man fossile Abdrücke von Apfelkernen,
die aus der Steinzeit stammen. Kulturäpfel sind jedenfalls
immer veredelt, sie können nicht sortenrein aus den Samen gezogen werden.
Seitenanfang
Birke (Betula
pendula - Weißbirke, und Betula pubescens - Besenbirke) 
Bei
den alten Germanen galt die Birke ebenso wie bei den Slawen als Zauberbaum. Sie
war ein Symbol für den Frühling und das wiedererwachende Leben. Sie
wurde früher für Liebes- und Fruchtbarkeitsmagie benutzt (noch heute
erkennbar in den Maien, die verliebte Jünglinge ihren Mädchen vor die
Häuser stecken) aber auch für Schutzzauber: So wurden Wiegen früher
gerne aus dem Holz hergestellt, und oft wurden Grundstücke mit Birkenzweigen
abgesteckt. Aus Birkenzweigen wurden die Besen hergestellt, mit denen sakrale
Orte gereinigt und böse Geister vertrieben wurden (woraus vermutlich die
Hexenbesen entstanden sind, aber auch die Sitte, das alte Jahr auszukehren). Als
Heilpflanze hat die birke auch heute noch große Bedeutung: Das Birkenwasser,
was aus der verletzten Rinde des Baums austritt, ist Bestandtteil von vielen Haarwässern,
und es wird auch oft zur Überwindung der Frühjahrsmüdigkeit getrunken.
Die Blätter enthalten Flavonglycoside, Vitamin C, Gerbstoffe und etherische
Öle, ein Tee aus den Blättern wird bei Nierenentzündungen empfohlen. Auch
sonst war und ist die Birke beinahe unerhört nützlich: Aus der Rinde
wurden früher Papier, Behälter, Kleidung und Schuhe hergestellt, man
konnte sie auch zum Dachdecken und zum Bau von Kanus verwenden. Die Gerbstoffe
aus der Rinde sind nützlich beim Gerben von Leder. Birkenteer wurde zur Herstellung
von Pfeilen verwendet, lässt das Holz sogar in feuchtem Zustand brennen und
ist heute Bestandtteil des parfums "Russisch Leder". Da das Kambium
viel Zucker, Öl und selbst Vitamin C enthält, diente das daraus hergestellte
Birkenmehl als früher als Notration. Aus dem Birkenholz fertigte man früher
Holzschuhe und Propeller und benutzt es heute für Möbel- und Innenausbau,
für die Anfertigung von Haushaltswaren (z. B. Messergriffe) für Sperrholz,
Span- und Faserplatten, für Zellstoff sowie für Drechselarbeiten, Furniere
aus Birkenholz ersetzen zunehmend solche aus Tropenhölzern, und Birken werden
gepflanzt, um Moore zu entwässern. Wie
Pollenannalysen zeigen, gab es nach der Eiszeit in Europa große Birkenwälder.
Das gibt es heute allerdings nicht mehr. Als Einzelbäume, Baumreihen und
Gruppen sind sie jedoch fast überall in Städten und in der Landschaft
zu finden. Seitenanfang
Buche (Fagus
sylvatica L.) 
Buchen
wurden immer in Zusammenhang gesehen mit Bildung und Weisheit und dem Weitergeben
von Überlieferungen. Nicht umsonst ist das Wort "Buch" in einigen
Sprachen eng mit dem Namen des Baumes verwandt, denn das erste "Buch"
der Germanen war wohl ein Buchenzweig, auf den in Oghamschrift Worte geritzt waren.
Das Aufschreiben beförderte die Dinge auf merkwürdige Art und Weise
in die wirkliche Welt, denn so konnten sie weitergegeben und überliefert
werden. Daraus
entwickelte sich naturgemäß einiger Aberglaube: So wurden im Frankreich
des 19. Jahrhunderts getrocknete Buchenblätter in Matratzen gefüllt.
Wer darauf schlief, und vor dem Einschlafen eine Frage stellte, dem sollte im
Schlaf die Antwort darauf gegeben werden. Mädchen die Namen der Liebhaber
in die -Rinde von Buchen, um sie durch diese Weise an sich zu binden. Auch Wünsche
sollten so erfüllt werden. Amulette aus Buchenholz sollten dem Träger
Glück bringen und ihn beschützen. Aber
auch wirklichen Nutzen brachten die Bäume, denn man konnte aus ihrem Holz
Hütten bauen und das Sammeln von Bucheckern konnte in Hungerzeiten ganu real
das Überleben sichern. Zudem stärkte das Sammeln der winzigen Früchte
sicher auch den Zusammenhalt der Clans oder Stämme. Buchenhaine
fand man in der Nähe vieler Heiligtümer, wie zum Beispiel Avebury oder
Cerne Abbas. Ob das nun wegen des Nutzens oder wegen des majestätischen Aussehens
der Fall war, wird man wohl nie erfahren. Buchen sind in ganz Mitteleuropa
weit verbreitet. Unter natürlichen Bedingungen wäre Deutschland vermutlich
zum großen Teil von Buchenmischwäldern bedeckt. Buchen können
bis ins hohe Alter weiter wachsen, deswegen gibt es Exemplare, die über 40
m hoch sind. Das rötliche Holz ist sehr hart und wird gerne im Möbelbau
verwendet. Die Bucheckern aber dienen wohl nur noch in seltensten Fällen
der Ernährung, allerdings werden sie gerne von Kindern beim herbstlichen
Waldspaziergang geknabbert. Seitenanfang
Eberesche (Sorbus
aucuparia L.) 
Wohl wegen der scharlachroten
Beeren wurden der Eberesche Verbindungen zur Anderswelt zugesprochen. Druiden
pflanzten ihn um ihre Kultplätze, was diese vor bösen einflüssen
bewahren sollte. Früher
benutzte man Ebereschen vor allem zur Abwehr von Hexerei, Feen und den bösen
Blick, deswegen wurde sie oft in Gärten und in die Nähe von Häusern
gepflanzt. Es reicht aber auch ein Zweig davon, an den man möglichst noch
einen roten Faden bindet. Auch der Rauch aus einem Feuer der Äste konnte
bösartige Feen vertreiben. In vielen Häusern wurde das ganze Jahr ein
kleinerer Vorrat an Ebereschenzweigen aufbewahrt, um das Eindringen böser
Geister zu verhindern. Jeweils am 3. Mai musste das Holz erneuert werden. Kleinere
Stücke konnte man auch als Amulett bei sich tragen. Eine Hexe, die man mit
einem Ebereschenzweig berührte, sollte sofort und auf der Stelle vom Teufel
persönlich in die Hölle befördert werden. Die
Eberesche ist ein zierlicher Baum, er gehört wegen seiner Widerstandtkraft
zu den Pioniergehölzen.Die roten Beeren sind sehr attraktiv für Vögel,
weshalb man sie früher zum Vogelfang einsetzte. Sie
sind schwach giftig, übermäßiger Genuss könnte zu Magenbeschwerden
und Übelkeit führen. Durch Kochen wird dieses Gift übrigens zerstört.
Die roten Beeren werden in der Volksmedizin Heilmittel gegen "Winterkrankheiten"
wie Rheuma, Atemwegserkrankungen, Heiserkeit oder Gicht eingesetzt. Sie wirken
auch regulierend auf die Darmtätigkeit, man kann sie also, wie Äpfel,
sowol bei Verstopfung als auch bei Durchfall benutzen. In
der Schulmedizin spritzt man einen Auszug aus Sorbus intravenös zur Senkung
des Augeninnendrucks bei Glaukomerkrankungen. Zudem stellt man aus den Vogelbeeren
eine zuckerähnliche Substanz für Diabetiker her. Natürlich
kann man aus den Vogelbeeren auch einfach Mus, Marmelade, Saft oder Kräuterlikör
herstellen! Das
Holz der Eberesche hat man früher zur Herstellung von Faßdauben und
für die Wagnerei benutzt. Heute verwendet man es zum Drechseln und Schnitzen,
für Holzschrauben und -räder, in der Bildhauerei und zumnehmend auch
als Möbelholz und für Furniere. Seitenanfang
Eibe (Taxus
baccata)

Die
Eibe als Relikt aus dem Tertiärzeitalter gilt als der älteste Nadelbaum. Eiben
haben alles, was einen Zauberbaum ausmacht: Sie sind immergrün, haben rote
Beeren und sind zudem auch noch sehr giftig und haben eine außergewöhnlich
lange Lebensdauer. Sie galt als perfekter Abwehrzauber vor Hexen, Dämonen
und Geistern, sollte aber auch vor Blitzeinschlägen schützen. Deswegen
pflanzte man sie oft als Hecken um die Häuser und in die Nähe von Kirchen.
Man fertigte aus dem harten, zähen und abriebfesten Holz Türpfosten
und tragende Bau- und Möbelteile (besonders von Betten) an, die diesen Schutz
ebenfalls gewähren sollten. Aus Eibenholz waren traditionell Wünschelruten
und Zauberstäbe. Eiben
sind als einzige einheimische Baumart stark giftig. Mit dem Gift behandelten die
Kelten ihre Pfeile, und man glaubte, es sei so stark, das Menschen die im Schatten
eines solchen Baumes schliefen, sofort sterben würden. In der Tat wurden
die Nadeln früher für so manchen Mord oder Selbstmord verwendet oder
zu Abtreibungen benutzt, was sicher auch oft Vergiftungen nach sich zog. Folgerichtig
wurde der Baum zum todesbaum und spielte auch eine große Rolle in Totenkulten. In
der modernen Medizin wird die Eibe in der Homöopathie benutzt und neuerdings
befasst sich die Krebsforschung damit. Aus dem Todesbaum wird ja vielleicht doch
wieder ein Lebensbaum? Früher
fertigte man aus Eibenholz Armbrüste und die berühmten Eibenholzbögen.
Heute werden daraus noch Möbel, Holzblasinstrumente, Vertäfelungen und
Bilderrahmen hergestellt. Auch als Furnier in der Kunsttischlerei findet es Verwendung.
Schon
im 16. Jahrhundert war der Baum so selten geworden, dass man Schonzeiten für
den Baum erließ. Auch heute stehen Eiben noch unter Naturschutz. Nur unter
ganz bestimmten Voraussetzungen darf damit gehandelt werden. Seitenanfang
Eiche
(Quercus robur,
Quercus petraea) 
In
fast allen Kulturen, die eine Verbindung zu Bäumen hatten, galt die Eiche
als heiliger Baum. Das harte HOlz und das spät fallende und langsam vergehende
Laub machten sie zum Symbol für Standhaftigkeit und Unsterblichkeit. Häufig
wird sie mit Blitz- und Donnergottheiten wie Thor oder Zeus assoziiert, denn offenbar
schlägt der Blitz tatsächlich häufiger in eichen ein als in andere
Bäume, was vielleicht an ihrer Größe liegt. Ein
Haus, das aus Eichenbalken gebaut war, bot seinen Bewohnern einen ganz besonderen
Schutz vor Blitzschlag, Hexerei und bösen Geistern. Den gleichen Sinn hatten
aber auch im Haus aufbewahrte Zweige und Blätter. Auch eine Eichel, die man
auf das Fensterbrett legte, sollte vor Blitzschlag schützen, deswegen haben
noch heute die Bommel an Jalousien oft die Form von Eicheln! Da
Eichen sehr alt werden, gestand man ihnen auch Schutzwirkungen für Alter
und Gebrechen zu. Eine Frau, die ständig eine Eichel in der Hand trägt,
sollte vor dem Altern geschützt sein (allerdings dürfte das im Alltag
wohl doch einige Schwierigkeiten bereiten ) Eicheln
in der Tasche sollten schützen vor diversen Krankheiten, besonders vor der
Cholera. Und wenn man am Johannistag eine Eiche umarmte, so sollte das gegen Kinderlosigkeit
helfen. Heute
verwendet man in der Heilkunde vor allem die Rinde des Eichbaumes. Sie hat einen
hohen Gerbstoffgehelt und wird eingesetzt zu Bädern und Spülungen bei
Frostbeulen und Schweißfüßen und bei Entzündungen. Eichenholz
findet Verwendung im Möbel und Innenausbau, für Drechslerarbeiten, Parkett
und Furnier, man baut Türen und Fenster daraus. auch im Brücken- Hoch-
und Tiefbau wird es eingesetzt, außerdem noch im Schiffsbau. Seitenanfang
Erle (Alnus
glutinosa) 
Erlen
haben in den Legenden und Sagen vieler Völkerschaften einen festen Platz.
Durch ihr finsteres Ausehen und ihren natürlichen Standort (unheimliche,
feuchte Moorlandschaften in denen Moderwesen ihr Unwesen treiben sollten und die
Elfen ihren Tanzplatz hatten) ist sie assoziiert mit Tod und Weggehen, Entsagung
und Erneuerung. Erlen gelten aber auch als Schutzbäume, denn ihr Holz ist
sehr haltbar und unempfindlich gegen Verrotten (Venedig steht auf Erlenpfählen!).
Das Erlenholz läuft rot an, wenn es geschlagen wird, was früher ein
untrügliches ZEichen dafür war, dass die Bäume von beseelten Wesen
bewohnt sein mussten: Erlenfrauen oder Elfen. Zerriebene
Erlenblätter sollten helfen gegen Flöhe, Wanzen, Mäuse und "angehextes
Getier". In der Walpurgisnacht steckte man die Höfe mit Erlenzweigen
ab um böse Geister fernzuhalten. Man setzte Erlenzweige auch gegen Feuersbrünste
ein, wegen ihrer roten Farbe. Erlen
waren aber auch durchaus real nützlich: man fertigte aus dem Holz Schuhe,
benutzte es, wei gesagt, als wiederstandsfähiges Bauholz, und die Rinde wurde
benutzt um Leder zu färben, und aus den Zapfen stellte man Tinte her. Heute
fertigt man aus dem rötlichen Holz Möbel an und benutzt es immer noch
als Bauholz für feuchte Stellen. Seitenanfang
.Espe
oder auch Zitterpappel (Populus
tremulus)
 Die
Blätter der Espe zittern aufgrund der flachen Form des Stiels schon beim
leisesten Windhauch, ja sogar schon, wenn man gar keinen Windhauch bemerken kann.
Kein Wunder, dass die Menschen früher von ihr meinten, sie stünde mit
der Feenwelt in Verbindung. Ein Espenkranz als Kopofbedeckung erleichterte den
Eintritt in die Anderwelt, oder auch den Übergang in den Tod. Espenzweige
benutzte man früher oft auch als Grabbeigaben. Andererseits sind es auch
Schutzbäume vor bösartigen Feen. Da Espen oft laut rauschen, sollte
ein Blatt auf der Zunge die Gabe der Beredsamkeit verleihen. Pappelholz
ist leicht, weich und lässt sich leicht bearbeiten. Deswegen wird es manchmal
im Modellbau verwendet und für Wegwerfartikel wie Zahnstocher, Streichhölzer,
Einwegbesteck, Salbenspatel etc. Seitenanfang
Hasel (Coryllus
avelana) 
Der
Haselstrauch ist in Europa weit verbreitet, nur nicht im hohen Norden. Nussfunde
in Gräbern aus der Stinzeit beweisen, dass man sie damals bereits verwendete
und vermutlich auch aß. Die
Speise der Götter natte man die Haselnüsse oft. Sie waren ein wichtiger
Beitrag zur Ernährung im Winter, und schon in alter zeit brachte man sie
in Verbindung mit Fruchtbarkeit und Sexualität. Haselsträucher
sollten Schutz bieten gegen unfreundliche Naturgeister und gefährliche Energien
wie Krankheiten, Blitz, Feuer und natürlich gegen Hexen. Gleiches konnten
Zweige bewirken, die man über der Tür ans Haus nagelte. Gleichzeitig
galten Haselruten als ideal zur Anfertigung von Zauberstäben und Wünschelruten,
mit denen man auch verborgene Schätze leicht aufspüren können sollte.
Auch galten kleine Haselzweige, an der Kopfbedeckung getragen, als wertvolle Glücksbringer.
Seeleute nahmen kleine Stücke mit an Bord als Amulette gegen Schiffbruch. Mit
Haselzweigen steckte man Gerichtsstätten ab, und häufig waren auch die
Richterstäbe aus Haselholz, weil man glaubte, das würde der Wahrheitsfindung
dienen. Haseln
standen immer in enger Verbindung zu Liebe und Fruchtbarkeit, wie immer noch zahlreiche
Sprüche und Redewendungen beweisen: "in die Haseln gehen" (für
ein heimliches Rendezvous), "viel Hasel, viel Kinder ohne Vater" oder
"der ist aus der Haselstaude entsprungen". Hildegard von Bingen verteufelt
den Haselstrauch als "...ein Sinnbild der Wollust, zu Heilzwecken taugt er
kaum...", empfiehlt aber Hasel trotzdem bei Erkältungen, Lungenentzündung
und Impotenz. Haselnußöl wurde als Aphrodisiakum verwendet, und wenn
jemand sich so gar nicht für das andere Geschlecht interessieren wollte,
mischte man auch schon mal zu Pulver gebrannte Haselrinde in sein Essen. Mancherorts
hingen junge Paare Haselzweige über das Bett, wenn es mit dem Kindersegen
nicht so recht klappen wollte. Auch zu Liebeszauber konnte man Hasel verwenden,
indem man der widerstrebenden Dame zu Pulver verbrannte Nüsse ins Essen mischte.
Das
Holz der Hasel wurde früher für Fassreifen, Flechtzäune, Spazierstöcke
und Korbbügel, für Speerschäfte, aber auch für Drechslerarbeiten
und zur Gewinnung von Holzkohle und zur Produktion von Schießpulver verwendet.
Heute ist e seher von geringer Bedeutung, man verwendet es für Zäune,
selten im Möbelbau. Seitenanfang
Holunder (Sambucus
nigra) 
Holunder
wird anscheinend seit der Steinzeit in allen Teilen verehrt und geschätzt.
Bei den Germanen war er der Freya zugeordnet, die identisch ist mit der Frau Holle
oder Hulda der Märchen. Dieser Name geht auf die alte Bezeichnung "hold
zurück, was soviel wie "gnädig" oder "treu" bedeutet.
Die
Heilkraft des Holunder ist schon in alten Zeiten geschätzt und bekannt gewesen.
Vermutlich wäre der Berufsstand der Bauern wohl längst ausgestorben,
hätten sie nicht den Holunder gehabt. Von Magenverstimmungen, Erkältungen,
Grippe, Rheumatismus, Nierenentzündung, Augenkrankheiten bis zu Darmkrämpfen
und Ischias reicht die Liste der Krankheiten, die man früher mit Holunder
behandelt hat. Kein Wunder, das man den Baum früher als "Herrgottsapotheke"
bezeichnet hat. Zu
den realen Behandlungsmöglichkeiten mit Tee und Bädern gesellte sich
alsbald allerhand Aberglaube. Es hieß, man könne sich vor Krankheiten
schützen, wenn man Kleidungsstücke oder Milchzähne in seinem Schatten
eingrub. Man versuchte, durch Zaubersprüche Krankeiten in den Bush überzuleiten,
oder man trug ein Stück Holunderholz am Körper, um Krankheiten von sich
abzuwenden. Der magische Schutz des Holunder reichte aber nicht nur für Krankheiten,
er sollte ein Haus auch vor Zauberei, elfischen Umtrieben und Unwetterschäden
bewahren. Andererseits
spielte der Holunder auch eine wichtige Rolle im Totenkult. In vielen Gegenden
wurden aus seinem Holz Grabkreuzte gefertigt, oder die Toten wurden auf Holunderreisig
gebettet. Bei Totenwachen wurde Fliedertee getrunken. Manchmal steckte man auch
ein frische Holunderzweige auf Gräber, deren Austreiben anzeigen sollte,
dass der Verstorbene wohlwollend ins Reich der Toten aufgenommen wurde. Nicht
nur zur totenwelt hat der Holunder Bezüge, sondern auch zur Anderwelt, der
Welt der Elfen und Feen. Wer die Mitsommernacht unter einem Holunder verbringe,
so hieß es, könne dem Feenkönig samt Gefolge begegnen, und wer
unter einem Holunder schlafe, könne sich am nächsten Morgen unter Umständen
in der Feenwelt wiederfinden. Diese
Verbindung zum Tod hat vermutlich dazu geführt, dass man auf gar keinen Fall
Holunderzweige ins Haus bringen oder im Ofen verbrennen sollte, da dieses zu großem
Unglück führen sollte und praktisch böse Geister ins Haus einlud.
Besonders gefährlich war es, Wiegen damit zu schmücken, denn das galt
als Zeichen für die Feen, das darin liegende Kind mitzunehmen. Mit
zunehmender Christianisierung verkehrte sich die Verehrung des Holunder oftmals
ins Gegenteil. Man brachte ihn mit Hexen und Zauberei in Verbindung, es gab "Holunderhexen",
die sich in Holunderbüsche verwandelten, und überhaupt sollten in dem
Büschen allerhand böse Geister leben. Angeblich sollte das Kreuz, an
dem Jesus starb, aus Holunderholz gewesen sein, und, so hieß es, Judas habe
sich an einem Holunder erhängt. Wenn man Holunderholz im Ofen verbrenne,
so käme der Teufel durch den Karmin gefahren! Und
doch gelang es nicht ganz, den Holunder zu verunglimpfen. Man
findet Holunder deswegen auch heute noch oft in Bauerngärten als beschützenden
Hausbaum. An gewissen Tagen des Jahres, an dem traditionsgemäß Hexen
und Elfen ihr Unwedsen treiben sollten (z. B. Walpurgisnacht), nagelte man Holunderzweige
über den Hauseingang, um das Haus vor den bösen Geistern zu schützen.
Seitenanfang
Linde (Tilia
ssp.) 
Die
Linde wird sehr alt, man kennt Exemplare, die wohl 1500 Jahre auf dem Buckel haben.
MIt ihren herzförmigen Blättern ist sie der Freija (Liebesgöttin,
Hüterin des Feuers und des Friedens) zugeordnet. So wurden die Linden zum
Liebesbaum, was immer noch in verschiedenen überlieferten Bräuchen zu
sehen ist: Unter LInden fanden in der Eifel zur Kirchweih die Maienehen/Mädchenversteigerungen
statt, bei der sich ein junger Mann das Privileg erkaufen konnte, ein Jahr lang
mit dem ersteigerten Mädchen zu allen Festen zu gehen. Überhaupt fanden
unter Linden (manchmal auch buchstäblich in den Linden, denn man errichtete
in den riesigen Bäumen Plattformen für die Muskikkapellen, manchmal
sogar Tanzböden!) Tanzveranstaltungen statt. Tanzlinden sind zum Beispiel
noch erhalten in Limmersdorf bei Bayreuth und Schenklengsfeld in der Nähe
von Bad Hersfeld. Da
man der LInde nachsagte, als Baum Freijas könne sie die Wahrheit ans Licht
bringen, hielt man unter ihr Gerichts- und Thingversammlungen ab. Viele Urkunden
belegen dasl alte "judicum sub tilia", das noch bis gegen Ende des 18.
Jahrhunderts mancherorts paraktiziert wurde. Die
Linde galt auch als Schutzbaum vor Gewitter und bösen Geistern (Blätter,
Bast und Asche wurden verarbeitet zu Mitteln gegen Krankheit, Verhexung und Zauberei),
weshalb man sie gerne in Dörfer und Städte pflanzte. Auch
während der Christianisierung blieben die LInden "lignum sacrum"
(heiliges Holz), denn viele Heiligenstatuen wurden daraus geschnitzt. So manche
Linde wurde umgewidtmet zum Marienbaum, und somit zum Ziel von Wallfahrten. In
der Heilkunde verwendete man Linden im Mittelalter gegen allerlei "Gebresten"
des Hirns, gegen Schlaganfall, Darmkrankheiten und Hautflecken. Noch heute kennt
man LIndenblütentee als Erkältungstee. Lindenholz
benutzt man heute noch zum Schnitzen und Drechseln, und fertigt daraus Holzschuhe
und Zündhölzer. Außerdem findet es im Klavierbau Verwendung sowie
bei der Herstellung von Zeichenbrettern. Seitenanfang
Schlehe (Prunus
spinosa) 
Wahrscheinlich ist die Schlehe die wilde Vorfahre unserer Pflaumen und Zwetschgen.
Im Mittelalter pflanzte man Schlehen als wehrhaften Zaun um die Gärten. Nicht
nur wilde Tiere sollten die stacheligen Schlehemnbüxhe abhalten, sondern
es wurden ihnen zudem, wie anderen dornigen Pflanzen auch, antidämonische
Kräfte nachgesagt. Den Feen soll der Schlehdorn heilig sein, so heißt
es, und wer sich an einem Schlehenbusch vergreift, soll ihre Rache auf sich ziehen. Eine
Schlehenhecke bietet Schutz und Nahrung für Menschen und auch zahllose Tierarten.
Schon in der STeinzeit hat man Schlehen geerntet, wie die Kerne beweisen, die
man in steinzeitlichen Siedlungen gefunden hat. Schlehen sind vorzügliche
Vitaminlieferanten und wirken harntreibend, entzündungshemmend und appetitanregend.
Eine Kompresse mit Schlehenblüten soll auch gegen unreine Haut helfen. Seitenanfang
Wacholder (Juniperus
communis L:) 
.Wacholder
als immergrünes Gewächs war immer ein Schutz- und Lebensbaum. Frau Holle
und damit Freija hat mit dem Namen zu tun. Seine manchmal etwas unheimliche Gestalt
hat in Heidegebieten schon immer die Fantasie der Menschen beflügelt, Man
verbindet mit ihm Vorstellungen über Tod, aber auch Jugend und ewiges Leben.
Man pflanzte ihn auf Friedhöfe und ums Haus als Schutz vor Hexen und bösen
Geistern. Vermutlich auf alte Fruchtbarkeitszauber geht das
sogenannte "Frischegrünpeitschen" zurück, mit dem in einigen
Gegenden zu verschiedenen Zeiten Langschläfer aus dem Bett getrieben werden.
Schon früh fand er als Heilpflanze Verwendung gegen Husten,
Blähungen und Bauchweh. Der Genuss der Beeren sollte einem für immer
die Jugend erhalten. Räucherungen mit Wacholder sollten gegen die Pest schützen
(und wirken offenbar tatsächlich antibakteriell). Vorsicht ist allerdings
angesagt bei Selbstbmedikation! Besonders bei Personen mit vorgeschädigter
Niere, aber auch bei Schwangeren kann es gefährlich sein! Die sogenannte
"Wacholderkur" des Pfarrer Kneipp, bei der Wachlolderbeeren gekaut werden
müssen, sollte man deswegen besser bleiben lassen! Wie
so oft kam auch hier allerhand Aberglaube hinzu: Wanderer, die Wachholderzweige
am Hut tragen, brauchen keine Angst vor Blasen an den Füßen zu haben.
An Sankt Martin den Stall gesteckt, bescheren Wachholderstecken dem Vieh reichlichen
Nachwuchs, Wacholder im Fundament oder am Haus schützen es vor Dämonen
und Hexerei. Faßreifen aus Wacholder bewahren das in dem Faß gelagerte
Getränk vor dem Verderben und bösem Zauber, der Stab im Buttergefäß
sollte aus Wacholder sein, um die Butter vor dem Behexen zu schützen. Die
Zähigkeit von Wacholderholz macht es ideal für Peitschenstiele und Faßreifen
(hier spielt allerdings auch der Aberglaube eine Rolle...).Oder es landet wegen
seines würzigen Aromas gleich im Räuchererofen. Für Bauzwecke ist
es wegen des geringen Stammdurchmessers und des unregelmäßigen Wuchses
nicht geeignet. Allerdings verwendet man es gerne für Drechsel- und Schitzarbeiten,
in der Kunsttischlerei und zur Herstellung von Bleisstiften. Seit
1936 steht Wacholder unter Naturschutz. Man darf zwar die reifen Beeren ernten,
das Abreißen von Zweigen ist jedoch bei Strafe verboten. Seitenanfang
Weide (Salix
ssp.)  Weiden
wachsen bevorzugt feuchten, nebeligen Auen und an Flussufern, also in ziemlich
wilden, manchmal unheimlichen oder sogar gefährlichen Gegenden. Kein Wunder,
dass ihnen eine starke Verbindung zur Feen- oder Totenwelt nachgesagt wird. Schon
den Kindern erzählte man, dass in den Weiden, besonders in den bizarren Kopfweiden,
Geister wohnten, die Seelen ertrunkener Kinder! Auch unheimliche Wasserwesen sollten
sich dort aufhalten, und als Hexentreffpunkt galten sie ebenfalls. Aus
den Zweigen der Weide konnte man, neben real nützlichen Dingen wie Körben,
Wiegen und Reusen für den Fischfang, auch zauberische Dinge wie Zauberstäbe,
Hexenbesen und Wünschelruten herstellen. Weidenholz durfte man auf gar keinen
Fall verbrennen, denn das würde großes Unheil über den "Untäter
" bringen. Schon
im Altertum war bekannt, dass ein Tee aus Weidenrinde fiebersenkend und schmerzstillend
wirkt. Bäder und Kompresen damit halfen bei Hühneraugen und Warzen.
Inzwischen hat die Wissenschaft heraus gefunden, dass dahinter die Acetylsalizylsäure
steckt, die inzwischen in reiner Form als Medikament verkauft wird. Trotz der
bekannten Fruchtbarkeit der Weiden nahm man im Mittelalter an, dass sie allzu
hitzige Lust bändigen könne, und zur Verhinderung von Unkeuschheit wurden
die Bäume deswegen in den Klostergärten angepflanzt. Auch
bei der Weide verquickte sich der tatsächliche, medizinische Nutzen mit allerhand
Aberglauben: Es hieß, man könne Krankheiten auf den Baum übertragen,
wenn man sich nächtlings in eine hohle Weide stellte und betete, oder wenn
man etwa saus dem Besitztum des Kranken in die Zweige einer Weide knotete. An
Palmsonntag in der Kirche geweihte Zweige sollten, in die Erde gesteckt, die Äcker
fruchtbar machen, oder, im Hause aufbewahrt, dieses vor Krankheit und Unglück
bewahren. In manchen Gegenden warf man auch bei Gewitter die Palmkätzchen
in die Herdglut, um das Haus vor Blitzschlag zu schützen. Früher
hat man aus Weidenholz allerhand nützliche Dinge wie Prothesen, Holzschuhe,
Kisten, Schachteln, Siebe, Zahnstocher und Zündhölzer hergestellt. Man
baute daraus sogar Flußkähne. Es eignet sich auch zur Herstellung von
Zellstoff, Sperholz-, Span- und Faserplatten, hat aber seine wirttschaftliche
Bedeutung heute fast verloren. Seitenanfang
Weißdorn (
Crataegus ssp.) 
Weißdorn
ist einer der Bäume, die den Feen heilig sein sollen. Wie andere dornenbewehrte
Pflanzen auch, pflanzte man den Weißdorn als Hecken um die Anwesen, um sich
vor Eindringlingen zu schützen. Man dachte auch, dass Weißdorn eine
magische Wirkung habe und das Haus vor Blitzschlag, herumirrenden Geistern und
Unwetter bewahren könne.
Weißdornzweige an Türen und und Fenstern, sowie gelegentlich als Wiegenschmuck
diente als Schutz gegen Krankheiten und Verhexung. Frauen trugen sie als Fruchtbarkeitsamulette
bei sich. Manche Fischer nahmen kleine Stücke in Säckchen mit hinaus
auf das Meer, denn es sollte ihnen einen guten Fang und sichere Heimkehr bescheren. Früher
wurden von der ärmeren Bevölkerung in Notzeiten die Früchte gegessen,
frisch als Mus und getrocknet als Mehlrzusatz. Medizinisch
hat man Weißdorn bei uns in früheren Zeiten nicht genutzt, obwohl man
schon im alten China von der herzstärkenden Wirkung wußte, und angelbich
auch die amerikanischen Ureinwohner die Pflanze entsprechend verwendeten. Erst
im 19. Jahrhundert hat man hier wirklich begonnen, Weißdorn medizinisch
anzuwenden . Er soll gegen Managerkrankheit, Wechseljahresbeschwerden, Stress,
Erschöpfung und Schlafstörungen wirken und das Herz stärken. Weißdornholz
ist ziemlich hart. Man verarbeitete es früher zu Spazierstöcken und
Spielzeug. Es lässt sich gut schnitzen und drechseln. Seitenanfang
Blumiges/Inhalt Rabenseiten/Inhalt
Gästebuch
Rabenseiten|Impressum|Faerieland|Blumiges|Lesestoff|Im Jahreskreis Sternstunden | Just for the girls
|Ein Moment in der Zeit |