Souvenirs an den Sommer - Trockenblumen und Duftöle

Auf dieser Seite findest du Anleitungen zum Trocknen von Blumen und Informationen über Etherische Öle.

 

 

God gave us memories
so that we might have roses in december.
James M. Barrie

 

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Leider ist ja der Sommer immer viel zu kurz. Viel zu schnell kommt immer der Herbst mit den letzten warmen Sonnentagen, und dann ist schon wieder die kalte Jahreszeit, draußen gibt es keine Blumen mehr, und alles sieht grau und tot aus. Wie, wenn man etwas Sommerliches mitnehmen könnte in den Winter, ein paar Souvenirs, damit man die schöne Zeit nicht vergisst...

 

Getrocknete Schätze

Getrocknete Blumen bewahren immer noch eine kleine Erinnerung an den Sommer, wenn draußen alles kahl und gefroren ist und Schneeflocken vom Himmel fallen. Eine sehr zerbrechliche Erinnerung, sicher. Man muss sie sehr vorsichtig behandeln, weil sie sonst zerstört wird. Natürlich halten Trockenblumen nicht ewig, aber: Der nächste Frühling kommt bestimmt!

 

Trockensträuße

Viele Blumen lassen sich trocknen, indem man sie einfach mit einem Band zu kleinen Sträußen bindet, und dann kopfüber an der Luft trocknen lässt. Nebenbei sind diese Sträußchen auch ein schöner Raumschmuck! Wenn du Kränzchen binden möchtest, kannst du es auch mit den frischen Blumen probieren und dann die ganzen Kränze trocknen, denn die Trockenblumen sind manchmal sehr brüchig.

Zum Trocknen an der Luft eignen sich die meisten Kräuter, außerdem zum Beispiel Rosen, Pfingstrosen, Schafgarbe, Lavendel, Hortensien, Statice, Hopfen, Silberblatt, Mimosen, Frauenmantel, Schleierkraut.... Am besten probierst du es einfach selber aus.

Manche Blüten (z. B. Hortensien) trocknen schöner, wenn man sie mit etwas Wasser in die Vase stellt, und dann langsam austrocknen lässt. Viele gebundene Frischblumensträuße können auch, so wie sie sind, in der Vase getrocknet werden. Einfach nach einigen Tagen das Wasser aus den Vasen entfernen. Wenn du Glück hast, bekommst du einen schönen Trockenblumenstrauß, den du einfach so stehen lassen oder durch weitere Zutaten ergänzen kannst. Schön sieht z. B. ein getrocknetes Rosensträußchen mit Hagebutten und blattlosen Zweigen aus. Als Weihnachtsdeko kannst du ihn dann noch teilweise mit Sprühschnee versehen, vielleicht noch etwas Silberglitter drauf. Das wirkt dann wie Rauhreif.

 

Flaches Trocknen

Sehr zarte oder sehr dicke Blüten und Kräuter trocknet man besser flach liegend. Dazu gehören Narzissen, Iris, Veilchen, Geißblatt, Anemonen, Primeln, Wilde Möhre, Wiesenkerbel, Fenchel, Nelkenwurz, Goldlack und einige Blätter, z. B. Myrte, Eukalyptus, Duftgeranienblätter, Apfelrosenblätter, und natürlich einzelne Blütenblätter. Auf diese Weise kannst du auch Schale und Scheiben von Zitrusfrüchten trocknen. Diese trocknen sehr schön auf einem Teller auf der Heizung. Ansonsten nimm alte Zeitungen als Unterlage. In jedem Fall mach die Lagen nur sehr dünn und wende das zu trocknende Material ab und zu, damit von allen Seiten Luft dran kommt und nichts schimmelt.

Das Trocknen der Blüten kannst du beschleunigen, indem du sie in Silicagel trocknest. Die Blüten sollen dann besser die ursprüngliche Form und Farbe bewahren. Bisher habe ich das aber noch nicht selbst ausprobiert. Silicagel kannst du in Blumen- und Bastelläden kaufen. Oder du verwendest den Inhalt dieser Trockensäckchen, die man manchmal in die Verpackung von empfindlichen Geräten findet. Diese sind nämlich auch mit Silicagel gefüllt. Auffrischen kannst du das Gel (heißt bloß so, besteht in Wirklichkeit aus kleinen Körnchen!), indem du es einige Zeit bei 120 bis 150 Grad zum Trocknen in den Backofen gibst.

Einige Blüten und Blätter kommen sehr schön heraus, wenn du sie presst. Entweder in (oder unter) dicken Büchern, oder in einer Blumenpresse. Die Pflanzen jeweils zwischen Löschpapier oder Zeitungen legen, in der Presse kommt noch Wellpappe dazwischen. Mit gepressten Blüten kannst du Briefbögen bekleben, oder Lampenschirme, oder Wandschirme, du kannst sie auch verwenden, wenn du selber Papier herstellst...

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Potpourris

Die Tradition, Schalen oder Töpfe mit duftenden Pflanzenmischungen aufzustellen, kommt vermutlich aus England. Potpourris sind eine wunderbare Möglichkeit, sommerliche Düfte zu konservieren. Man kauft die Zutaten in der Apotheke oder im Kräuterladen, oder, noch besser, sammelt die Pflanzen selbst. Ansetzten kann man die trockenen oder nur leicht angetrockneten Zutaten nach diversen Rezepten.

Einige davon findest du hier: Rezepte mit Blumen

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Etherische Öle - Gute Laune durch Blumenduft

Es gibt rund 200 von den Medizinern erforschte körpereigene Botenstoffe, die den Menschen in Hochstimmung versetzen können. Einer davon, das Noradrenalin, wird durch Blumenduft ausgelöst. Der Geruch von Rosen beispielsweise bewirkt die Produktion dieses Botenstoffes, versetzt spontan in eine positive Stimmung und weckt angenehme Erinnerungen. Übrigens: Eine zu geringe Menge von Noradrenalin im Körper macht den Menschen schlapp und depressiv. Um die Seele wieder "in Form" zu bringen, reicht es manchmal schon aus, seine Nase in einen duftenden Blumenstrauß zu halten!

Die einfachste Möglichkeit, ein bisschen Sommerduft im Winter zu schnuppern, sind etherische Öle, die man auf Duftsteine träufeln oder in der Duftlampe benutzen kann. Es gibt da mehrere Aromaöle, die nicht nur Feen in gute Laune versetzen sollen. Ich habe dir unten einige davon zusammengestellt. Gehe einfach der Nase nach, dann findest du bestimmt den Duft, der momentan gerade zu dir passt.

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Ein paar Ratschläge zu Beginn:

Etherische Öle sind stark konzentrierte Pflanzenextrakte. Sie werden leicht vom Körper aufgenommen. Auch die Haut stellt keine unüberwindliche Grenze für sie dar, die Öle können hindurch und bis ins Blut gelangen. Du solltest deswegen unbedingt naturreine Öle verwenden, denn andere enthalten oft undefinierbare und vielleicht auch schädliche Stoffe. Achtung: Naturidentische Öle sind keine naturreinen Öle!

Anscheinend ist in letzter Zeit der Verbrauch so angestiegen, das die Produktion der naturreinen etherischen Öle nicht mehr ausreicht, um den Bedarf zu befriedigen. Deswegen sollen jetzt immer mehr Fälschungen auf dem Markt sein, die man als Laie kaum identifizieren kann, und die eventuell undefinierbare und vielleicht sogar schädliche Stoffe enthalten. Also achte auch darauf, wo du deine etherischen Öle einkaufst.

Allergiker, aber auch Schwangere, sollten unbedingt ihren Arzt fragen, wenn sie Duftöle verwenden möchten. Die etherischen Öle sind schließlich Pflanzenkonzentrate und können sehr starke Reaktionen hervorrufen.

Sogar bei gesunden Menschen konnten starke Wirkungen beobachtet werden: In Tests wurden auch bei Verwendung geringer Mengen in der Duftlampe Konzentrationsstörungen nachgewiesen.

Einige der etherischen Öle wirken auf der Haut phototoxisch, das bedeutet, die Haut wird extrem lichtempfindlich und kann dann durch Sonnenstrahlen erhebliche Schäden erleiden. Nur wenige Öle dürfen unverdünnt auf die Haut gelangen, z. B. Lavendelöl.

Etherische Öle sind gut geeignet, um es sich angenehm zu machen. Nicht geeignet sind sind sie zur Selbstbehandlung irgendwelcher Krankheiten oder von ernsthaften Depressionen. In solchen Fällen sollte man lieber immer einen Arzt besuchen.

Ich verwende Duftöle fast nur in der Duftlampe, und zwei bis drei Tropfen sind auf jeden Fall vollkommen genug, um einen Raum zu beduften. Meistens reicht es auch, die Lampe 1/2 Stunde brennen zu lassen. Zuviel des Guten kann leicht Kopfschmerzen verursachen. Pass auf, dass die Lampe nicht zu heiß wird und das Wasser verdunstet! Dann können nämlich gesundheitsschädliche Stoffe entstehen, die man besser nicht einatmet.

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Duftöle und ihre Wirkung

Warnung


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Angelica

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Angelika
gegen Angst, Mutlosigkeit, Entscheidungsschwäche, Ideenflut, Schwäche, Nervosität, Frigidität, nervöser Reizmagen, für Menschen, die sich nicht trauen, Raum einzunehmen.Mischt sich gut mit Bergamotte, Muskatellersalbei, Zitrone, Lemongras, Meerkiefer, Zirbelkiefer, Wacholderbeere, Tea-Tree
Basilikum
gegen Angst, Traurigkeit, Nervenschwäche, depressive Vertimmungen 
Benzoe
gegen depressive Vertimmungen, Nervenüberreizung, prämenstruelles Syndrom, wie "rosa Watte" für die Nerven 
Bergamotte
gegen Angst, (Winter-)Depression, starke Gefühlsschwankungen, Stress, nervöse Anspannung. Soll Lebensfreude und Spaß am Leben wieder wecken.mischt sich gut mit: Zeder, Geranie, Zitrone, Limette, Neroli, Kamille, Koriander, Ylang-Ylang, eigentlich mit allen etherischen Ölen
Bohnenkraut
gegen Nervenschwäche, Energielosigkeit, Antriebsschwäche, als Aphrodisiakum

 

Eisenkraut

 

gegen Lustlosigkeit, Desinteresse, Müdigkeit

mischt sich gut mit Neroli, Jasmin, Orange, Wacholder, Ysop, Myrte, Tonka, Zedernholz


Jasmin

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Geranie
gegen depressive Vertimmungen, nervöse Anspannung, Angst 
Jasmin
gegen depressive Vertimmung, Angst, Paranoia, wenig Selbstvertrauen, Pessimismus, emotionale Leidenmischt sich gut mit Rose, Neroli, Sandelholz, Orange, Zedernholz
Koriander
gegen Müdigkeit, Antriebsschwäche, stimuliert schöpferische Kräfte und Gedächtnis 
Lavendel

gegen Nervosität, Neurasthenie, Stress, Reizbarkeit, Schlafstörungen, Enge, Ärger, extreme Stimmungsschwankungen, Melancholie, Depression. Soll Extreme besänftigen und ausgleichend wirken. Soll "beflügeln" und erotisieren!

mischt sich gut mit Bergamotte, Orange, Zitrone, Geranie, Muskatellersalbei, Kiefer, Zirbelkiefer, Neroli, Rose
Lemongras

gegen Müdigkeit, "Morgenmuffel", Konzentrationsschwäche, bei langen Autofahrten

mischt sich gut mit Zirbelkiefer, Eukalyptus, Wacholder, Geranie, Lavendel, Limette
Limette
gegen Müdigkeit, Lustlosigkeit, depressive Vertimmungen

mischt sich gut mit Vanille, Tonka, Ylang-Ylang, Bergamotte, Muskatellersalbei, Zirbelkiefer, Zedernholz
Mandarine
gegen Verspannungen, Angst, Traurigkeit, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, seelische Krisen, besonders für Kindermischt sich gut mit Sandelholz, Honigessenz, Bergamotte, Tonka, Koriander
Melisse
gegen Schlafstörungen, Alpträzme, nächstliches Erwachen, Traurigkeit, Melancholie, nervöse Anspannung, Stress, Ärger, Wut, Traurigkeitmischt sich gut mit rose, Neroli, Geranie, Lavendel, Myrte



Lavendel

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Muskatnus
bei Energielosigkeit, Müdigkeit, depressive Verstimmung, fördert Intensität und Farbigkeit der Träume 

Muskateller-salbei

 

gegen seelische Verspannungen, Nervosität, Angst, Paranoia, Midlife-Crisis, Frigidität, Impotenz, für Künstler, ältere Menschen. Das Öl für die inspirierte Entspannung!

mischt sich gut mit jasmin, Sandelholz, Geranie, Zypresse, lavendel, Orange, Bergamotte, Kreuzkümmel
Myrte
gegen Verzweiflung,
Angst vor Krankheit, fehlende Gelassenheit, starke materialistische Ein-
stellung
mischt sich gut mit Zirbelkiefer, Zitrone, Neroli, zypresse, Lavendel
Neroli
gegen Kopfschmerzen, angst, depressiven Verstimmungen, Schock, Schlaflosigkeit, Anspannung, Prüfungsangst, prämenstruelles Syndromunbewusste
Angst, Verzweiflung, stärkt Aura, Schutzöl
mischt sich gut mit Rose, Lavendel, Sandelholz, Jasmin, Zedernholz, Geranie, Zitrone

Orange

 

gegen Traurigkeit, Bedürf-nis nach Wärme, Verbissenheit, Ängstlich-keit, Nervositätmischt sich gut mit Koriander, Zimt, Ylang-Ylang, Sandelholz, Neroli, Wacholder, Zypresse


Zitrone

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Pampelmuse

bei depressiven Vertimmungen, fehlen-dem Selbstvertrauen, vermittelt Lebenslust, Leichtigkeit, Wohlbe-
finden
 

Rose

 

bei depressiven Verstimmungen, nervösen Muskelverspannungen, Ängsten, wirkt harmonisierend, aphrodisierend, soll das Herz öffnen und Verhärtungen aufbrechen.Es ist ein sehr kostbares Öl, deswegen auch entsprechend teuer!

 

Vetiver

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soll allzu kopflastige Menschen erden, helfen innere Mauern zu stürzen, die die Gefühle blockie-ren. Regenerierende und aufbauende Wirkung. 
Ylang-Ylangfür Menschen, die unter starkem Leistungszwang stehen, wirkt entkrampfend, entspannend, ausgleichend und erotisierend. 
Zitronewirkt erfrischend, erheiternd, aktivierend
und onzentrationsför-
dernd
 

Bücher zum Thema:

 

Susanne Fischer- Rizzi: Himmlische Düfte (ISBN 3-88034-415-9)

Monika Werner: Ätherische Öle (ISBN 3-7742-1713-0)

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Blumige Parfums

Viele der bekannten Parfums enthalten Gewürze, Blüten- oder Fruchtessenzen, die einen an schöne Sommertage erinnern können:

Cool-Water: Lavendel, Minze und Rosmarin

Claude Montana: Ingwer, Johannisbeere, Orangenblüten, Pfeffer und Tagetes

Nikis: Farn, Jasmin, Maiglöckchen, Moos, Sonnenblume, Tagetes, Tuberose und YLang-YLang

Salvator Dali: Jasmin und Rosen

Chanel Nr. 5 und Experience (Prixcilla Presley): vor allem Rosen

Hervè légère: Heliothrop, Johannisbeere, Orchideen, Osmanthusblüte, Wasserjasmin, Vanille

Sensi (Giorgio Armani): Hopfen, Jasmin, Johannisbeerblüten und Limone

 

Tipp:

Leere Parfumfläschchen nicht gleich wegwerfen, sondern öffnen und dann wie Duftsäckchen zwischen Wäschestücke oder Briefpapier legen. Sie duften dann noch ziemlich lange

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Bild:

Das Bild ist im Original von John William Waterhouse (1849 - 1917,
es heißt "The Soul of a Rose (oder auch: My sweet Rose)".

Übersetzung:

Gott gab uns die Erinnerung,
so dass wir Rosen im Dezember haben können.

Links:

Zum Thema "Düfte" findest du einige interessante
Informationen hier: http://www.quarks.de/duefte/index.htm (externer Link)

 

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