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Bekenntnisse
einer unfähigen Hausfrau und
die Entdeckung, dass die Rabenfrau wider Erwarten doch "flyg"fähig
ist Nein,
die Rabenfrau ist keine Superhausfrau. In der Tat bin ich, im Gegensatz zu meiner
Mutter, eine ziemliche Chaotin und auf keinen Fall das, was Flylady als "Born
organized" (= ordentlich geboren), also als von Natur aus ordentlich, bezeichnet.
Ich habe mich immer ziemlich schwer damit getan, meinen Haushalt auf die Reihe
zu kriegen, was zwei ebenso chaotische Knaben natürlich noch potenziert haben.
Wenn sich Besuch ankündigte, war war für mich immer ein Anlass für
arbeitsintensive Aufräumungs- und Säuberungsaktionen, und unerwarteter
Besuch ... Na ja, schweigen wir lieber darüber! Als die beiden Jungs auszogen
und mich ihr Chaos nichts mehr anging, hat sich die ganze Sache dann gleich sehr
vereinfacht. Zudem
entdeckte ich damals die Internet-Seite von Marla Ciley, einer Amerikanerin, die
sich jetzt Flylady nennt. Ihr Programm, sein Haus in Ordnung zu halten, basiert
auf dem Kärtchenprogramm der Schwestern Peggy Jones und Pam Young, deren
Buch "My home is my castle" ich schon mal ganz am Anfang meiner hausfraulichen
"Kariere" meinem Bücherschrank einverleibt hatte. Mit den vielen
Kärtchen war mir das Programm aber dann doch zu umständlich. FLYLADY-Homepage:
http://www.flylady.net Das
Programm der Flylady, von finally
loving
yourself (=sich endlich selber lieben), fand
ich wesentlich einfacher. Nach ihrem System habe ich langsam aber sicher den Überblick
gewonnen, auch wenn ich die eine oder andere Schmuddelecke nicht verleugnen kann
(Wehe, es betritt jemand meinen Keller...). Seitenanfang Babyschritte Sehr
beruhigend war, dass es noch mehr so unfähige Hausfrauen gab wie meinereine,
und dass Marla Cilley bereitwillig zugab, auch selber eine solche zu sein. Man
sollte sich Zeit lassen mit der neuen Methode, so hieß es. Schließlich
sei das Haus nicht in ein paar Stunden unordentlich geworden, und so müsse
man es auch nicht in ein paar Stunden wieder in Ordnung bringen, sondern Änderungen
Schritt für Schritt vornehmen, eben in Babyschritten, einen nach dem anderen. Shiny
Sink - saubere Küchenspüle Alles
fängt damit an, dass man die Spüle in der Küche jeden Abend sauber
hinterlässt und am Morgen nicht im Pyjama herum hängt sondern sich,
schon vor dem Frühstück (!) in Schale schmeißt, samt eventuellem
Makeup und, ganz wichtig, Schnürschuhen. Damit schalte man, so heißt
es, automatisch in den Arbeitsmodus. Bevor man dann richtig ins System einsteigt,
heißt es entrümpeln. Nur noch die Dinge soll man behalten, die einem
ein Lächeln entlocken. Damit die Wohnung nicht wie ein riesiger Berg vor
einem steht, wird sie eingeteilt: Seitenanfang Die
Zonen Jeder
Monat hat, wenn man die halben Wochen mit zählt, 5 Wochen. Und deswegen wird
die Wohnung in 5 verschiedene Zonen eingeteilt, mit denen man sich dann immer
wochenweise intensiver befasst und dort detaillierte Säuberungs- und Aufräumungsaktionen
durchführt. Seitenanfang Der
Timer Das ist
nun kein spezielles Teil, sondern ein einfacher Kurzzeitwecker, den man am Anfang
einer Arbeit immer auf 15 Minuten stellt. Wenn er klingelt, hört man sofort
auf mit dem, was man gerade tut, und fängt wieder etwas Neues an (Wecker
nicht vergessen!). Nach 2 bis 3 Mal bimmeln gibt es 15 Minuten Pause. Ich benutze
die Eieruhr vor allem für ungeliebte Arbeiten. Es ist erstaunlich, wie weit
man damit jedes Mal in einer viertel Stunde kommt! "Wir schaffen alles in
15 Minuten!" sagt die Flylady, und das heißt nicht, man schafft wie
verrückt, damit man in 15 Minuten mit der Arbeit fertig ist, sondern man
arbeitet einfach 15 Minuten an einer Sache und macht dann etwas anderes. Beispielsweise
räumt man 15 Minuten im Wohnzimmer den Bücherschrank auf und hört
dann auf. Wenn das nächste Mal wieder das Wohnzimmer dran ist, schafft man
wieder 15 Minuten am Bücherschrank, und irgendwann ist man dann damit fertig,
auf jeden Fall ist es aufgeräumter, als wenn man wegen Zeitmangel oder akuter
Unlust gar nichts geschafft hat. Der
Timer ist übrigens auch ein hervorragendes Mittel, um Kinder zum Aufräumen
zu bewegen. 15 Minuten aufräumen, die Zeit ist auch für Kinder absehbar,
und wie gesagt, man schafft in der Zeit eine ganze Menge. Seitenanfang Hotspots Das
sind Stellen in der Wohnung, von denen das Chaos sich immer ausbreitet. Jeder
hat seine persönlichen Hotspots. Bei mir sind das zum Beispiel Tisch und
Anrichte im Esszimmer, das Regal im Schlafzimmer, und meine beiden Schreibtische.
Diese Stellen sollte man im Auge behalten und mindestens ein Mal am Tag aufräumen.
Das nimmt nicht viel Zeit in Anspruch, macht aber echt ordentlich! Seitenanfang Routinen Das
sind Arbeiten, die jeden Tag wieder anfallen und jeden Tag zur selben Zeit erledigt
werden sollten. Dazu gehören
Seitenanfang Missionen Das
sind verschiedene Arbeiten, die Flylady und ihr Team per EMail raus schicken,
und die immer innerhalb der gerade zu bearbeitenden Zone stattfinden. Seitenanfang Weekly
Homeblessing Einmal
in der Woche erfolgt die Grundreinigung der Behausung, wobei man nicht mit dem
Staubsauger unter alle Möbel kriecht, sondern nur schnell durch saugt und
sich nur mit der entsprechenden Zone genauer befasst. Seitenanfang Kontroll-Journal Es
empfielt sich, dass man sich ein Kontroll-Journal anlegt. Es gehören da hinein
die Routinen und wöchentlichen Arbeiten zum Abhaken in Dokumentenschutzhüllen,
man kann Telefonnumern und Adressen und andere Informationen dort unterbringen,
die für die Familie wichtig sind und noch so einiges. Auf der Flylady-Seite
bekommt man eine genaue Anleitung, wer will kann dort auch ein fertiges (auf Englisch)
bestellen. Seitenanfang EMails Jeden
Tag bekommt man, wenn man sich dafür anmeldet, einen Haufen EMails von der
Flylady und ihrer Crew mit Ermutigungen und Arbeitsaufträgen, und die sogenannten
"Testimonials", wo andere von ihren Erfahrungen mit dem System berichten.
Es gibt auch eine deutsche Gruppe, wo Freiwillige die wichtigsten Mails übersetzen
und ein kleines, nicht besonders aktives, deutsches Forum. Die
genaue Anleitung für all dies findet man auf der Homepage
der Flylady, zugegeben, vieles wirkt sehr amerikanisch, aber man kann
doch einiges für sich daraus lernen. Das System hat die Flylady auch in einem
Buch aufgeschrieben, das es bislang leider nur auf Englisch gibt: 
Marla
Cilely: Sink Reflections ISBN
0553382179
Seitenanfang Bild: altes
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auf dieser Seite: Die
Seite der Flylady: http.//www.flylady.net Haus
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