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Der
Herbst kennzeichnet den Beginn der kalten Jahreszeit. Das Wetter ist nass und
kühl, kein Wunder, dass man sich jetzt leichter erkältet. Die "verantwortlichen"
Viren haben es jetzt leicht, denn die Abwehrkräfte sind oft geschwächt,
so dass der Körper den Krankheitserregern keinen Widerstand leisten kann.
Jeder Mensch ist im Laufe seines Lebens ungefähr 120 bis 200 Mal erkältet.
Jedes Mal dauert die Infektion etwa fünf bis sechs Tage. Das heißt,
jeder Mensch hustet und schnieft, wenn man es zusammen rechnet, ungefähr
2 oder 3 Jahre seines Lebens! POWER
FÜR DIE ABWEHRKRÄFTE! Wirklich
schützen kann man sich vor einer Erkältung nicht, aber man kann sein
Immunsystem anregen. Vitamine
und andere Stoffe -
Auf
dem Speiseplan sollte jetzt vitaminreiche Kost stehen. Die empfohlene Tagesdosis
Vitamin C (150 mg) steckt zum Beispiel in -
300g
Orangen -
100g
Paprika -
200g
Brokkoli. Vitaminreich
sind auch Beeren und Kiwis. Informationen über Gesundheitsvorsorge mit Hilfe
von Obst und Gemüse sowie Rezepte gibt es hier: http://www.5amtag.de
-
Zusätzliche
Vitamine: In der kalten Jahreszeit kann man sich aber noch zusätzlich
mit Vitaminen versorgen, auf jeden Fall noch Vitamin C einnehmen (preiswert: Ascorbinsäure-Pulver
aus der Apotheke). Übrigens sollte man möglichst vorher eine Orange,
Paprika oder Kiwi essen, weil der Körper es dann besser verwerten kann.
Vitamintee:
Als neuer Hit gegen Erkältung gilt Cystus-Tee, der mit seinem hohen Gehalt
an Pflanzenphenolen und Vitamin E die Bildung und Aktivität der Immunzellen
stärken soll. Man bekommt ihn lose in Apotheken. Er schmeckt leicht krautig,
aber es reicht schon ein Schnappsglas voll täglich, eventuell gesüßt
mit Honig.
-
Zink
stärkt ebenfalls die Abwehrkräfte. 10 mg pro Tag sollen den schlappen
Immunzellen wieder auf die Beine helfen. Allerdings nehmen die meisten Menschen
genügend Zink mit der Nahrung auf, so dass man besser darauf verzichtet,
zusätzlich etwas einzunehmen. Besonders zinkhaltig sind: Nüsse, Vollkornbrot,
Shrimps.
-
Echinazin:
ein Wirkstoff aus der Sonnenhut-Pflanze, der auch die Abwehrkräfte es Körpers
ankurbelt. Man bekommt ihn in verschiedenen Zusammensetzungen als Saft, Tropfen
oder Tabletten in der Apotheke (z. B. Esbiritox). Man kann im Herbst eine Art
Kur damit machen, es hilft aber auch noch, wenn man es bei den ersten Anzeichen
einer Erkältung einnimmt. Seitenanfang Die
Abwehrkräfte trainieren: - Bewegung:
Besonders im Freien (z. B. ein Spaziergang) tut Bewegung dem Körper gut.
Das Tageslicht (auch bei Regenwetter!)stimuliert die Durchblutung der Haut. Außerdem
ist es gut für die Seele. Sonnenlicht regt die Umwandlung von Vorstufen in
Vitamin D an, was wichtig für Herz, Kreislauf, Aufbau und Stabilität
der Knochen ist.
Doch auch Sport in der Halle (Ausdauersport, nicht
Leistungssport!) stärkt den Körper und damit auch die Abwehrkräfte.
- Kalt
duschen: Wer dafür tapfer genug ist, beendet die morgendliche Dusche
mit einem kalten Guss: an den Füßen beginnen, dann nach oben hoch arbeiten.
Gut sind auch Wechselduschen: Mit warmem Wasser beginnen, nach 2 - 3 Minuten für
ungefähr 15 Sekunden kalt duschen, alles 3 Mal wiederholen und mit kalter
Dusche enden (nicht bei akuter Erkältung!)
So trainiert der Körper,
sich auf ungewohnte Temperaturen einzustellen, außerdem wird die Produktion
von Antikörpern angeregt.
- Sauna:
ist genau so wirksam, wichtig ist dabei leider ebenfalls der kalte Guss.
Seitenanfang Was
man sonst noch tun kann:
- Ärger
vermeiden: denn wenn man sich auch nur 1 Minuten ärgert, verliert man
ungefähr 200 mg Vitamin C und wird somit anfälliger.
Gute-Laune-Tee:
Kümmel, Fenchel und Anis zu gleichen Teilen mischen. Für eine Tasse
einen gehäuften Teelöffel nehmen und mit kochendem Wasser aufgießen.
8 bis 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Abseihen, eventuell mit Honig süßen
und warm in kleinen Schlucken trinken. Auch gut: Melissentee!
- Hygiene:
In dieser Jahreszeit sind viele Menschen erkältet, man kann sich leicht anstecken.
Deswegen solltest du dir jetzt öfter mal die Hände waschen, das kann
so manche Infektion verhindern.
Übrigens:
Alle Seifen wirken gegen Viren, und damit auch
gegen die Erkältungsviren. Aber besonders efektiv ist anscheinend Geschirrspülmittel,
was sogar 100 Mal wirkungsvoller sein soll als antibakterielle Krankenhausseife! Die
beste Wassertemperatur ist ungefähr 43° C, wenn man sich heißer
wäscht, könnte das der Haut schaden.
- Richtige
Kleidung: Achte darauf, dass du immer warme, trockene Füße hast.
Wenn du raus gehst, ziehe dich warm genug an, dass du nicht frierst.
-
Grippeschutzimpfung:
Wirkt gegen die echte Grippe (Influenza),
eine schwere, manchmal lebensbedrohliche Erkrankung mit hohem Fieber. Sie wird
für alte und schwache Menschen empfohlen und für Menschen, die viel
Kontakte zu anderen, möglicherweise erkrankten Leuten haben. Gegen
"grippale Infekte", wie man die banalen Erkältungen auch bezeichnet,
gibt es noch keinen Impfschutz. Seitenanfang
ES
HAT DICH ERWISCHT! 
Du
fröstelst, bekommst vielleicht sogar Schüttelfrost, die Nase trieft,
der Hals schmerzt, du musst vielleicht auch husten. Kurz: Du bist erkältet!
Was man tun kann,
um den Krankheitsverlauf zu verkürzen und die Symptome zu lindern:
- Wärme: Solange
dir so kalt ist, solltest du für Wärme sorgen! Ziehe den Jogginganzug
an, vielleicht noch einen Pulli darüber und warme Socken. Pack dich schön
warm ein, aktiviere die Wärmflasche oder deinen Kornsack (Anleitung für
einen Kornsack gibt es hier: Kornsack
).
Ansteigendes
Fußbad: Die Füße bis über
die Knöchel ind eine Schüssel mit lauwarmem Wasser stecken. Langsam
wärmeres Wasser zulaufen lassen, bis das Wasser ungefähr 38 bis 40°C
hat. Dabei eine Wolldecke umwickeln Anschließend die Füße gründlich
abtrocknen, umziehen und warme Socken anziehen, ins Bett legen. Schwitztee:1/2
l Holunderblütentee oder Lindenblütentee dabei trinken, nach Geschmack
mit Honig gesüßt und eventuell mit 2 TL Melissengeist verrührt.
Auch gut: heiße Zitrone (frisch gepresster Zitronensaft mit heißem,
allerdings nicht über 60°C Wasser aufgießen, nach Geschmack süßen) Eine
richtige Schwitzkur kann den Krankheitsverlauf vielleicht noch stoppen oder auch
um ein paar Tage verkürzen: Man
wickle den Patienten zuerst in ein in heißes Wasser getauchtes und ausgewrungenes
Bettlaken, dann in eine Wolldecke und decke ihn gut mit Wolldecken oder Federbetten
zu. Reichlich Fliederblütentee- und Lindenblütentee zu trinken geben,
bis er anfängt zu schwitzen. Je nach Verträglichkeit eine halbe bis
eine Stunde eingepackt lassen.
- Fieber:
Fieber an sich ist keine Krankheit, sondern manchmal notwendig, um die Viren
im Körper abzutöten und den Gesundungsprozess zu unterstützen.
. Erst, wenn du dich wirklich schwach fühlst, und das Fieber höher als
37°C klettert, solltest du daran denken, es herunter zu drücken.
Wadenwickel:
sind ein natürliches Mittel dazu, wenn man
nicht zu fiebersenkenden Mitteln greifen will. Man sollte sie nur bei warmen Füßen
und Waden anwenden. 2 Handtücher (gut: Gästehandtücher!) werden
mit Wasser getränkt, dessen Temperatur etwas unterhalb der Körpertemperatur
liegen sollte. Dann werden sie ausgewrungen und um die Waden gewickelt. Darüber
kommt jeweils ein trockenes Tuch. Den Patienten gut zudecken. Die Wadenwickel
bleiben ungefähr eine viertel Stunde liegen. Danach die Beine gut abtrocknen
und ggf. nach einiger Zeit noch mal Wadenwickel anlegen.
- Ruhe: Wenn du es dir
irgend leisten kannst, verziehe dich mit einer zusätzlichen Wolldecke ins
Bett.
- Inhalieren:
Am bekanntesten ist es wohl, den Kopf über eine Schüssel heißes
Wasser zu halten, das mit verschiedenen Zusätzen versehen werden kann (etherische
Öle, Kamillentee, es hilft aber auch sehr gut, normales Salz zu nehmen!)
und ein großes Handtuch über Kopf und Schüssel zu legen.
Allerdings ist das nicht jedermanns
Sache, eine gewisse Gefährdung kann´man nicht ganz ausschließen
(Reizung der Bindehaut, Allergische Reaktionen, sogar Verbrennungen sind schon
vorgekommen) und vielleicht hat man auch nicht immer Zeit dazu. Eine einfachere
Methode ist die "Pütz-Methode" und ein besonderes Gerät zum
Inhalieren, die Jean Pütz in seiner Hobbytheksendung über etherische
Öle vorgestellt hat.
Informationen über etherische Öle und ihre Anwendung nach Art der Hobbythek
findest du in den Hobbytips 289 und 252, die du dir hier herunterladen kannst
unter "Hobbytips": http://www.hobbythek.de
- Essen
und Trinken für "Grippekranke": Wichtig ist, immer viel zu
trinken. Es eignen sich Kräutertees, verdünnter Saft. Nicht geeignet
sind Alkohol, Milch (fördert die Verschleimung der Bronchen), Kaffee, stark
kohlensäurehaltiger Sprudel!
Zum
Essen gibt es Brühe, leichte Suppen (besonders die gute alte Hühnersuppe,
die tatsächlich die Abwehrkräfte stärken soll!) und leicht Verdauliches
(Grießbrei, Kartoffelbrei). Alles
über Schnupfen und Vorbeugung findest du hier: http://www.schnupfenhilfe.de/ Seitenanfang
IST
EINE ERKÄLTUNG GEFÄHRLICH? 
Normalerweise
ist eine Erkältung eine Infektion der oberen Luftwegen, das heißt,
sie betrifft Nase, Mund, Rachen und Kehlkopf. In der Regel ist das nicht gefährlich,
sondern nur ziemlich lästig. In einigen Fällen aber können die
Erreger auch in die unteren Luftwege überwechseln, oder es siedeln sich weitere
Keime auf der geschwächten Schleimhaut an und verstärken die Symptome.
So kann unter Umständen eine Bronchitis oder sogar eine Lungenentzündung
entstehen. Oder
es handelt sich gar nicht um eine Erkältung, einen sogenannten grippalen
Infekt, sondern um eine echte Grippe, eine Influenza, die sich von ersterer vor
allem durch den weit schwerer verlaufenden Krankheitsverlauf unterscheidet. Auch
heute noch kann sie sich zu einer lebensbedrohlichen Krankheit entwickeln! Besonders
gefährdet sind ältere Menschen, Kinder oder chronisch Kranke. Wenn
also die Erkältungssymptome besonders schlimm sind, das Fieber sehr hoch
ansteigt, und die Erkrankung nicht nach wenigen Tagen abklingt, sollte man unbedingt
einen Arzt aufsuchen.
Noch mehr Infos über den Unterschied zwischen einem grippalen Infekt und
einer Influenza sowie zur Vorbeugung gegen Erkältungen gibt es hier: http://www.wdr.de/tv/service/gesundheit/rubrik/abisz.phtml
(Im Alphabeth "G" wie "Grippe" anklicken) Seitenanfang Falls
du vor lauter Symptomen jetzt langsam schon einen Schnupfen bekommst:  
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