Halloween,: Alles über Trick and Treat, Booing, Samhain, Reformationstag, Allerheiligen, Allerseelen, Halloween-Party, Halloweendekoration, Halloween-KritikJack O'Lantern, Geister, Spuk

  
 
 
 
 
 

 

Inhalt:

Seitenende/Grafiken

 

 
 

Heidnische Wurzeln?

Die Fachleute sind sich da nicht so ganz einig. Eines der Feste der alten Kelten sei es gewesen. Das Erntefest Samhain, mit dem man das Ende des Sommers gefeiert habe, und mit dem zugleich das keltische Jahr zu Ende gegangen sein soll. Da das neue Jahr dann erst am nächsten Morgen begonnen habe, sei der Abend und die Nacht praktisch eine Zwischenzeit gewesen. So waren die Grenzen zwischen der Anderwelt und der unsrigen durchlässig, in dieser Nacht konnten Tote und andere Geister umgehen und die Lebenden besuchen, man konnte mittels Orakel in die Zukunft sehen.

Gefeiert habe man mit großen Feuern und Prozessionen. Den Göttern (deren einer Samhain, der Totengott gewesen sei). Opfer seien dargebracht worden, Feldfrüchte, Tiere, sogar auch Menschen, Verbrecher vielleicht, Gefangene, oder auch erstgeborene Kinder.

Erstaunlich genau sind die Vermutungen, die da angestellt werden. Und Vermutungen sind es nur, denn e gibt kaum historische Nachweise, die Kelten (die es vermutlich als Volk niemals gegeben hat! Wahrscheinlich war das Keltentum eher eine Lebensweise!)und ihre Druiden haben nicht viele schriftliche Überlieferungen hinterlassen, nicht einmal archäologische Funde können wirklich Licht in diese Angelegenheit bringen, weil wir sie oft nicht richtig verstehen.

Die Schriften, die wir über diese Zeit haben, stammen von den alten Römern und waren vermutlich oft Propagandamaterial, um die Kelten möglichst barbarisch darzustellen, und Sagen und Legenden, die über die Zeit berichten, sind erst viel später aufgezeichnet worden. Sicher hat da die Fantasie oft Lücken aufgefüllt.

Einen Gott namens Samhain hat es vermutlich niemals gegeben. Der Name könnte eher mit dem keltischen samos oder dem gälischen samhuinn zusammen hängen, beide Wörter bezeichnen den Sommer. Eventuell kommt er auch von samain (= irogälisch für Versammlung). Dass der Beginn der dunklen Jahreszeit den Jahresanfang darstellt, ist auf jeden Fall sehr unwahrscheinlich.

Auf jeden Fall ist Samhain eines der wichtigsten Feste der Neuheiden und Wicca.

Mehr über Samhain kann man in einem Wikipedia-Artikel nachlesen [Link]

Seitenanfang

 

 

Oder doch ein christliches Fest?

Der Name Halloween oder auch Hallowe’en ist auf jeden Fall durchaus christlichen Ursprunges, er lässt sich herleiten von All Hallows (von halga = Heiliger) Evening, also Abend von Allerheiligen, wobei das, wie bei Heiligabend, den Abend vor dem Fest bezeichnet, weil aus liturgischer Sicht die Tage nicht um Mitternacht, sondern immer am Abend zuvor beginnen.

  • Allerheiligen: Schon früh wurden in der christlichen Kirche verdiente Männer und Frauen als Heilige verehrt. Da sie alle ein Gott gefälliges Leben geführt haben, blieb ihnen das Fegefeuer angeblich erspart und sie sind nach ihrem Tode "direkt in den Himmel" gekommen. Sie stehen Gott nahe und können ihm die Bitten der Lebenden übergringen, so heißt es. Schon in alten Zeiten war es üblich, dass jeder Heilige an einem bestimmten Tage verehrt wurde, oft war das der Geburts- oder der Todestag. Irgendwann kamen Bedenken auf, man könne eventuell einen Heiligen vergessen haben, oder es könne auch gänzlich unbekannte Heilige geben. So wurde Allerheiligen eingeführt, ein Tag der sämtlichen Heiligen gemeinsam gewidmet wurde. Im 9. Jhdt. verfügte Papst Gregor IV., dass der Tag, der bisher irgendwann im Mai begangen wurde, auf den 1. November verschoben werden sollte. Vielleicht wollte er so wirklich immer noch weit verbreiteten heidnischen Feiern damit einen christlichen Anstrich verpassen.
  • Allerseelen: Auch der verstorbenen „Normalsterblichen“ gedenkt man in dieser Zeit. Erst später bekamen sie ihren eigenen Tag, den 2. November. Deswegen lassen sich die Bräuche für diesen Tag auch heute noch schlecht trennen, vielerorts werden schon an Allerheiligen die Gräber geschmückt und dort Lichter aufgestellt.
  • Reformationstag: Der Tag am 31. Oktober, als Martin Luther nächtlings seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg nagelte (oder auch nicht nagelte sondern verschickte, und zwar an den Mainzer Erzbischof Albrecht und an den Ablassverkäufer Johannes Tetzel), bezeichnet den Beginn der Reformation und damit auch die Geburtsstunde der evangelischen Kirche. Eigentlich merkwürdig, dass er sich so gar nicht im Blickpunkt der Öffentlichkeit befindet und auch nur in wenigen Bundesländern ein Feiertag ist. Allerdings ist er auch eine eher trockene, intellektuelle Angelegenheit, wenn auch inzwischen versucht wird, ihn durch "Luther-Nächte" und besondere Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche (einschließlich "Luther-Bonbons"!)wieder ins Bewusstsein der Menschen zu rufen und so Halloween etwas Eigenes entgegenzusetzen.

    Über die Thesen gibt es eine Artikel bei Wikipedia [Link]

    Die Thesen beim Gutenbergprojekt [Link]

    Die Thesen in modernerem Deutsch bei der EKD [Link]

Auch bei den Christen hieß es früher, in dieser Nacht würden die Toten umgehen. Sie hätten praktisch Ausgang vom Fegefeuer und dürften dahin zurück kehren, wo sie einst gelebt haben. So war es oft üblich, Essen auf die Gräber zu tragen (wird heute noch noch in Mexiko gemacht!), oder den Verstorbenen einen Platz am Familientisch zu reservieren. Das Essen wurde dann später für die Armen gespendet. Man sprengte auch Weihwasser auf die Gräber, um die Leiden im Fegefeuer zu lindern. Kinder, die an Allerheiligen geboren sind, sollten die Toten sogar sehen können, die an diesem Tage vorübergehend dem Fegefeuer entronnen sind.

Ob man nun sich auf den Besuch der Ahnen freute, und diesen mit den den Kürbis- und Rübenlampen den Weg weisen wollte, ob man sie erchrecken wollte, bevor sie einem Übles antun könnten, und sich deswegen diese gruseligen Verkleidungen ausgedacht hat, oder ob man einfach den Tod durch den christlichen Glauben an die Wiederauferstehung nicht mehr so fürchtete und sich durch Verkleidungen und Dekorationen über ihn lustig machen wollte, sei einmal dahingestellt.

Tatsache ist, dass Hexen, Feen und (Un-)Tote zu Halloween sich erst im 19. Jhdt. so verbreitet und vor allem in den katholischen Gegenden ihr Unwesen getrieben haben. Vorher ist anscheinend wohl nicht viel mehr passiert als dass die Glocken in den Kirchen Allerheiligen einläuteten.

Seitenanfang

 

 

Trick or Treat oder lieber Party?

  • Trick or Treat: Die Ursprünge von "Trick or Treat" (bei uns heißt es "Süßes oder Saures") sollen aus dem mittelalterlichen England kommen. Man glaubte, die Verstorbenen müssten zunächst lange Zeit im Fegefeuer brennen, bevor sie dann geläutert in den Himmel kommen könnten. Die Lebenden konnten den armen Seelen aber helfen und diese Zeit verkürzen, indem sie für sie beteten.
    Nach und nach wurde es üblich, dass Kinder (vielleicht auch Bettler) um diese Zeit unterwegs waren, die sich anboten, für die Verstorbenen der Familie zu beten, und die als Lohn dafür ein bestimmtes Gebäck erhielten, die "Soul-Cakes". Natürlich brachten die Auswanderer diesen Brauch mit in die neue Heimat, und rasch hat er sich dort eingebürgert. Anfangs gehörte Halloween in den USA so vor allem den Kindern, die, verkleidet als Hexen und Gespenster, aber auch niedlich als Ballettänzerin, Prinzessin, Äffchen oder Kuh, herum spuken und Süßigkeiten (vor allem Candy-Corns, die übrigens ursprünglich von einer deutschen Firma hergstellt wurden und Maiskörner darstellen sollen) erbetteln ("Trick or Treat" - Entweder man gibt den Kindern etwas, oder sie spielen einem einen, normalerweise harmlosen Streich, ähnlich unseren Mai-Streichen!). Manche Hausfrauen lassen es sich nicht nehmen, selbst Halloween-Süßigkeiten herzustellen, wie die oben abgebildeten Lutscher.
  • Boo-Bags: Tüten für Süßigkeiten. Entweder die Kinder haben ihre eigenen Boo-Bags dabei, oder jedes Kind bekommt seine Süßigkeiten und mittlerweile auch kleine Spielzeuge in einer kleineren Boo-Bag ausgehändigt. Ursprünglich waren das einfache, braune Papiertüten, wie man sie in den USA in jedem Supermarkt bekommt. Inzwischen sind die Beutel vielfach kunstvoll verziert, manchmal sogar aus Stoff genäht. Boo-Bags heißen die Dinger übrigens, weil so häufig "Boo" (=Buh) drauf steht.
  • Neue Bräuche: Weil man mancherorts Kinder nächtlings wohl nicht mehr alleine auf die Straße lassen möchte, haben sich inzwischen neue Bräuche entwickelt. manchmal zieht inzwischen ein Erwachsener mit den Kindergruppen, oder es werden für die Kinder daheim oder auch in der Schule Halloween-Partys veranstaltet. Ein ganz neuer Brauch ist anscheinend das "Booing" von Nachbarn, Freunden und Kollegen: Man füllt Boo-Bags (möglichst selbst gebastelt, mit allerhand Süßigkeiten und einer lustigen Gespenster-Karte, auf der steht: "You have been booed!" und stellt diese heimlich vor die Tür oder auf den Schreibtisch.
  • Its Partytime in Germany! Bis jetzt hat sich das "Trick or Treat" hier bei uns sowieso noch nicht so recht durchsetzen können, hierzulande werden eher Partys veranstaltet, und zwar sowohl für kleine, als auch für große Leute. Wichtig für eine zünftige Halloween-Party sind natürlich Verkleidungen, die hier in Deutschland oft erheblich gruseliger ausfallen als in Amerika (hoch im Kurs momentan Harry Potter und Co., sowie natürlich Vampire), und geisterhafte Dekorationen, die auch vor den Speisen nicht halt machen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem eiskalten Händchen in der Bowle (mit Wasser gefüllter, eingefrorener Gummihandschuh)?
  • Halloween-Dekoration: So aufwändige Halloween-Dekorationen wie in den USA wird man bei uns wohl nur selten finden, auch beschränkt sich die Dekoration weitgehend auf einen Raum, in dem die Party stattfindet, oder es gibt einen Türkranz oder die eine oder andere Deko im Wohnzimmer. Oft sind die Sachen selber gebastelt. Die meisten Leute dekorieren Halloween überhaupt nicht.
    In den USA dagegen stellt wohl jeder mindestens einen ausgehöhlten und beleuchteten Kürbis auf, sogar die Klassenzimmer in den Schulen werden gruselig geschmückt, und es gibt auch extra kleine, künstliche Kürbislichter für's Auto. Oft werden alle Fenster mit künstlichen Spinnweben, gruseligen Silhuetten und Ähnlichem verhängt, und manchmal verwandelt jemand seinen Vorgarten mittels "fast echter" Grabsteine und echt aussehender mechanischer Skelette, künstlicher, "abgehackter Gliedmaßen, Mumien usw. in eine regelrechte Geisterbahn. Die Leute kommen oft von weither und zahlen manchmal sogar Eintritt, um besonders scheußlig herausgeputzte Häuser und Gärten zu besichtigen.
    Die Rabenfrau dekoriert gerne mit geschnitzten und ungeschnitzten Kürbissen, beleuchtet oder unbeleuchtet, orangenen Windlichtern und gerne dürfen auch ein paar (nette!) Gespenster dabei sein. Wirklich grauslige Deko kommt mir, genau wie Horrorfilme, nicht ins Haus. Schließlich will ich ja nachts gut schlafen!

Tips für Halloweenpartys findet man
zum Beispiel hier: [Link], [Link], [Link], [Link]

und hier auf den Rabenherbstseiten: [RabenLink]

Seitenanfang

 


Kritische Stimmen

  • Konsumterror: In Amerika hat sich Halloween inzwischen zu einem regelrechten Rummel entwickelt, an dem die Geschäftswelt nicht schlecht verdient. Natürlich möchten "unsere" Geschäftsleute sich die Gelegenheit zu guten Geschäften nicht entgehen lassen, und so werden auch bei uns inzwischen Dekorationen, spezielle Süßigkeiten und Verkleidungen zum Kauf angeboten. Viele Leute befürchten, dass sich die Sache auch bei uns zu einem ähnlichen Konsumtheater entwickeln könnte, wie das oft schon an Weihnachten der Fall ist.
  • Unchristlich: Bei uns sind die Kirchen wohl nicht ganz einverstanden mit den Grusel-Festivitäten. Der Charakter der nachfolgenden Feiertage würde dadurch verfälscht, so heißt es. Halloween-Feiern grenzten oft an Satansverehrung und dem Neuheidentum würden Tür und Tor geöffnet. Da Allerheiligen und Allerseelen zu den sogenannten "stillen" öffentlichen Feiertagen gehören, müssen öffentliche Parties zu Halloween übrigens um Mitternacht enden.
  • Amilandimport: Halloween sei praktisch aus den USA importiert, man solle sich lieber an einheimische Bräuche halten. Das stimmt so nicht, denn auch bei uns gab es in verschiedenen Regionen Rübenfeste mit ausgehöhlten und beleichteten Rübenköpfen, man denke nur an Rubebötz in Thüringen, Rüebegoischtr im "Ländle" und Rummelbooze im Saarland.
  • Gefährlich: Ganz ungefährlich ist die Sache nicht mehr, denn in einer Nacht, in der jedermann vermummt umher läuft, sind naturgemäß auch wirklich finstere Gestalten unterwegs, die Streiche der Kids arten oft in regelrechte Sachbeschädigung aus, und auch Verbrechen gegen Kinder werden öfter verübt als zu jeder anderen Zeit. Immer wieder hört man, dass vergiftete Süßigkeiten verteilt werden. Und so ist es inzwischen leider ziemlich üblich geworden, einander "a save and happy halloween" zu wünschen.

Soll man das Fest denn heute bei diesen ganzen Widersprüchen noch feiern? Die Rabenfrau meint: Jeder muss selber wissen, ob und wie er mit tun will. Gegen karnevalsartigen Spaß ist sicher nichts einzuwenden. Gegen Gläserrücken und Ähnliches dagegen schon!

Es lässt sich wohl nicht klären, warum sich Leute an diesem Abend freiwillig in einen tatterigen Frankenstein verwandeln oder in ein wahlweise hübsches oder hässliches Hexengewand zwängen und dann vielleicht ganz normal Wiener Walzer tanzen. Ich glaube dass meistens überhaupt keine Religiosität dahinter steckt, weder Christentum noch Teufelsanbetung. Es ist einfach Spaß und Amüsement, was, das gebe ich zu, heutzutage manchmal ausartet.

Wie schon gesagt, kann ich den wirklich schockierenden und makabren Dekorationen und Verkleidungen nichts abgewinnen, kann mich auch für Grusel-Horror-Schocker-Filme nicht begeistern, bei denen man eine Schüssel unter den Fernseher stellen muss, um das Blut aufzufangen, und ich finde sowas auf keinen Fall mehr lustig.

Seitenanfang

 



Jack 0'Lantern

Jack Of the Lantern oder auch Jack O'Lantern hieß, als er noch unter den Lebenden weilte, in ganz Irland nur "Stingy Jack". Er führte ein ziemlich liederliches Leben, war als Säufer verschrien, betrog jedermann und soll sogar den Teufel über's Ohr gehauen haben. Folgendes erzählt man sich darüber:

Als Jacks Zeit gekommen war und der Teufel seine Seele abholen wollte, bat ihn Jack, noch einen letzten Whisky mit ihm in seinem Lieblingswirtshaus zu trinken. Der Teufel willigte ein, und Jack überredete ihn, sich in eine Münze zu verwandeln, denn sonst könne er den Whisky beim Wirt nicht bezahlen. Das tat der Teufel denn auch, und Jack packte die Teufelsmünze flugs in seine Geldbörse. Diese war aber mit einem kreuzförmigen Verschluss versehen, und so war der Teufel gefangen, und Jack ließ ihn erst frei, nachdem er ihm ein weiteres Lebensjahr zugestanden hatte.

Als Jack's Jahr vorüber war, kam der Teufel wieder, um seine Seele für sich zu beanspruchen. Jack bat ihn, ihm vorher noch einige Äpfel vom Baum zu holen, die er als letzte Mahlzeit auf Erden verspeisen wollte, und die angeblich so hoch oben auf dem Baum hingen, dass er sie selber nicht erreichen konnte. Der Teufel willigte ein, stieg in den Baum und pflückte die Äpfel. Doch kaum war er oben, da hatte Jack auch schon ein Kreuz in die Rinde geschnitten, so dass der Teufel oben auf dem Baum gefangen war. Nur gegen das Versprechen, dass er ihn von nun an ganz in Ruhe lassen würde, konnte Jack überredet werden, das Kreuz wieder zu entfernen.

Nun, eines Tages starb Stingy Jack trotzdem, mitten in einem Rübenfeld, wo er gerade eine große Rübe ausgegraben hatte, die er stehlen wollte. Mit der Rübe noch in der Hand begab er sich zum Himmelstor und bat um Einlass. Ihr könnt euch natürlich denken, dass er nicht hinein durfte, zu liederlich war er zu Lebzeiten gewesen. So wanderte er also den langen Weg hinunter zur Hölle und klopfte an die Pforte.

Doch nun war es am Teufel, zu lachen! Nein, er ließ den armen Jack nicht hinein, schließlich hatte er es ja versprochen. Jack musste zurückkehren auf die Erde! Und weil der arme Jack gar so jammerte, bekam der Teufel dann doch Mitleid und warf ihm noch eine glühende Kohle hinterher, direkt aus dem Höllenfeuer, damit sie ihm leuchte und seinen Weg erhelle!

Missmutig und fluchend schnitzte Jack einen Hohlraum in seine Rübe und steckte die Kohle hinein, damit er sich nicht daran die Finger verbrannte.

"Wo soll ich denn jetzt bloß hin?" jammerte er unentwegt.

"Mir doch egal!" knurrte der Teufel und wandte sich wichtigeren Dingen zu.

So wanderte Jack mit seiner Laterne wieder zurück in die Welt. Doch weil er ja schon gestorben war, gab es hier keinen Platz für ihn, und so zog er also immer weiter. Besonders an Halloween hat man ihn oft sehen können, immer noch mit seiner Rübenlaterne, die ihm den Weg leuchtete. Und so wurde aus Stingy Jack schließlich Jack of the Lantern (Jack von der Laterne) oder auch Jack O'Lantern. Vielleicht wandert er immer noch herum. Manchmal heißt es aber auch, Petrus habe sich nach einiger Zeit des armen Jacks erbarmt und ihm doch noch die Himmelstür geöffnet.

Nach und nach sollen die Menschen dann begonnen haben, ihrerseits Rübenlichter zu schnitzen, denn alle Dämonen und Hexen haben großen Reapekt vor diejenigen, bei denen zu Halloween eine Kürbis-Laterne vor der Tür oder im Fenster steht, da sie glauben, Jack habe ihnen die Tricks verraten, mit denen er den Teufel überlistet hatte.

Auswanderer brachten die Rüben-Lichter mit nach Amerika, aber in Ermangelung von Rüben benutzten sie schließlich die dort heimischen Kürbisse. Wie sich heraus stellte, waren diese viel einfacher zu bearbeiten, und so wurden die geschnitzten Fratzen immer kunstvoller. Regelrechte Wettbewerbe werden abgehalten. Inzwischen gibt es komplizierte Anleitungen und Schnittmuster dafür in Büchern und sogar im Internet.

"Schnittmuster" für Kürbisse und eine
Anleitung (auf Englisch) gibt es hier: [Link]

Einen Kürbis aus Papier kann man
hier basteln: [Link]

Seitenanfang

 


Spukologische Weisheiten

Wirksamer Schutz vor Geistern, Hexen und Gespenstern an Halloween, im Internet gesammelt:

  • Geister erkennt man daran, dass sie keinen Schatten haben und nur selten Fussabdrücke hinterlassen.
  • Knoblauch vertreibt Vampire. Aber er wirkt nicht richtig bei jungen Vampiren.
  • Man kann einen Werwolf nur erschießen, wenn man das Gewehr mit einer Silberkugel lädt.
  • Wenn du einen Schlüssel nach einem Geist wirfst, wird er verschwinden.
  • Wenn eine Kerzenflamme plötzlich blau brennt, ist ein Geist im Haus.
  • Ein Säckchen mit Farnsamen in der Hosentasche macht den Träger unsichtbar.
  • Wenn man die Kleider verkehrt herum anzieht und sich gegen Mitternacht an einem Kreuzweg aufstellt, kann man vorbeifliegende Hexen sehen.
  • Ein Besen, den man mit den Borsten nach oben vor der Haustür aufstellt, hält Hexen fern.
  • Dasselbe tun Ebereschenzweige, die man über die Haustür nagelt.
    Kümmel schützt gegen Behexung und Zauberei! Majoran im Zimmer vertreibt Gespenster.
  • Ahornzweige an den Fenstern verhindern, dass Fledermäuse in die Häuser kommen.
  • Ein Stück Koralle an einer Kette um den Hals getragen, schützt gegen den bösen Blick.
  • Ein Holunderbusch vor dem Haus schützt dieses vor dem Einfluss von bösen Geistern und Dämonen. Man darf aber keine Holunderzweige ins Haus bringen, denn das bedeutet Unheil!
  • Bitte im Hause keine Türen knallen, man könnte dabei Geister einklemmen, und die werden vielleicht sehr bös!
  • Töpfe oder Pfannen dürfen jetzt auf gar keinen Fall leer auf dem heißen Herd stehen, denn es könnte sich ein vorüberkommender Totengeist daran verbrennen. Und der würde sich vielleicht auf fürchterliche Art und Weise dafür rächen!
  • Fremde dürfen an diesem Tag nicht abgewiesen werden, denn es könnten verkleidete Tote sein.

Die Rabenfrau übernimmt selbstverständlich keine Garantie für die Wirkung...

Seitenanfang

 

 

 
 

Grafiken:

Titelbild: Eigentlich gar nicht
so spukiges Flohmarktbild

Druiden: Charles Knight nach einem
Basrelief in Autun

Heiligenkollage: Rabenfrau

Lutscherparade: Rabenfrau

Lehrer Lämpel: selbstverständlich
von Wilhelm Busch(allerdings nicht
auf Karopapier

Jack O'Lantern: Rabenfrau (aus einem
überhaupt nicht sospukigen Sonnenuntergangsfoto)

Dame mit Geistern: alte Postkarte

 

Herbst/Inhalt

Jahreszeiten/Inhalt

Rabenseiten/Inhalt

 

Gästebuch

Rabenseiten| Impressum | Faerieland | Blumiges | Lesestoff | Im Jahreskreis | Sternstunden |Just for the girls | Ein Moment in der Zeit