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Die
Geschichte der Maifeier ist eng verbunden mit der Geschichte der Arbeiterschaft.
Schon früh wird der 1. Mai mit Demonstrationen verbunden, die von den Regierungen
oft blutig beendet wurden:
FÜR
BESSERE ARBEITSBEDINGUNGEN
1.
Mai 1886
Chicago: Streik für 8-Stunden-Tag, Verletzte und Tote.
1.
Mai 1890
Der 1. Mai wird Gedenktag für die Toten von Chicago. Die
Sozialistische Internationale der Arbeiterbewegung ernennt den Tag zum Kampftag.
Man wollte kürzere Arbeitszeiten (48-Stunden-Woche), Verbot der Kinderarbeit
und schwerer körperlicher Arbeit für Frauen.
1.
Mai 1919
Für ein Jahr 1. Mai = gesetzlicher Feiertag.
Versuche des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes und der SPD, den Tag
darüber hinaus als Feiertag zu etablieren, blieben vergeblich.
1.
Mai 1929
33 Tote und 1200 Festnahmen beim "Blutmai".
In Berlin waren an diesem Tage über 500.000 Menschen auf der Straße.
Damals war eine Rezession, es gab viele Arbeitslose und Geringverdienende.
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1.
MAI IM DRITTEN REICH
1.
Mai 1933
Die Reichsregierung ernennt den 1. Mai propagandawirksam zum
"Tag der nationalen Arbeit", es war erstmals ein bezahlter Feiertag
für Arbeiter.
Zunächst
wurde das von den Arbeitern als Erfolg verbucht, doch am 2. Mai wurden die Gewerkschaften
durch Polizei, SA und SS zerschlagen. Die Arbeiter sollten sich in der DAF (Deutsche
Arbeitsfront) organisieren.
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1.
MAI NACH DEM KRIEG
Nach
dem Krieg gründen sich die Gewerkschaften neu.
1.
Mai 1945
Schon fanden erste freie Maifeiern in kleinem Rahmen in von den
Alliierten besetzten Gebieten statt.
1.
Mai 1946
Der Alliierte Kontrollrat bestätigt den 1. Mai als Feiertag.
Bei den Demonstrationen durften aber noch keine Transparente und Fahnen mitgeführt
werden.
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1.
MAI IN BRD und DDR
1.
Mai 1949
Von nun an verlief die Entwicklung in der BRD und der DDR sehr
unterschiedlich.
DDR:
Im sogenannten Arbeiterstaat ging es am 1. Mai nicht mehr um soziale und politische
Rechte für die Arbeiter. Im Mittelpunkt der Kundgebungen stand das Bemühen
um wirtschaftlichen Fortschritt. Ab 1956 Militärparaden nach sowjetischem
Vorbild. Die Maikundgebungen veränderten sich völlig. Regierung und
Volk entfremdeten sich schließlich immer mehr, das Volk wurde praktisch
von den Kundgebungen ausgesperrt.
BRD:
Seit der Gründung des Deutschen Gewerkschaftsbundes 1949 werden die Maikundgebungen
von seinem Vorstand organisiert. Die Feiern wurden bald mit kulturellen Veranstaltungen
umrahmt. Dennoch konnte man nicht verhindern, dass selbst aktive Gewerkschaftsmitglieder
den 1. Mai eher als Freizeitangebot sahen und weniger als Kampf- und Aktionstag.
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NACH
DEM MAUERFALL
1.
Mai 1990
Zum ersten Mal konnten nach dem Mauerfall wieder gemeinsame Maifeiern
in Ost und West abgehalten werden. Aber es gibt für die Demonstrationen immer
weniger Teilnehmer. Die Gewerkschaften schaffen es nicht, die Jugend zu mobilisieren.
Dabei stehen sie gerade jetzt, beim Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft
vor großen Herausforderungen.
Nach
wie vor ist der erste Mai aber ein beliebter Ausflugstag für Vereine und
Familien. Doch auch am Rande von Gewerkschaftsveranstaltungen oder Frühlingsfesten
treffen sich die Menschen und freuen sich, dass der Frühling nun wirklich
begonnen hat.
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