Valentin - das Fest der Liebenden

Der heilige Valentin ist zum Schutzpatron der Liebenden geworden. An "seinem" Tag schenken sich Liebende Blumen und schicken sich Velentinskarten. Ein Anlass, mal wieder "Ich liebe dich" zu sagen.

 


Blumen sind die Liebesgedanken der Natur.

Bettina von Arnim

 

 

Valentin und die Liebenden
Ob St. Valentin wirklich gelebt hat, ist nicht ganz geklärt. Trotzdem ist er im Volksglauben zum Patron der Liebenden geworden.

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Valentinskarten und Blumengrüße
Schon vor 600 Jahren wurden in England die ersten "Valentines" geschrieben.

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Valentinsorakel
Der Tag der Liebenden ist wie geschaffen für einen Blick auf den zukünftigen Lebenspartner!

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Liebesschwüre (neue Seite)
Zitate und Gedichte der Liebe, 39 x "ich liebe dich" in fremden Sprachen

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Valentin und die Liebenden

Ob St. Valentin als solcher einst wirklich gelebt hat, ist nicht sicher. Tatsächlich gab es einige Männer dieses Namens, unter anderem ein Bischof von Terni im 2. Jahrhundert n. Chr. und ein Missionar in Rätien, der etwas später gelebt hat. Im Heiligenkalender der katholischen Kirche findet Valentin inzwischen keine Erwähnung mehr.

Der Legende nach soll Valentin jedenfalls im römischen Reich gelebt haben. Den Liebenden war er sehr wohlgesonnen, soll ihre Liebesbriefe und Blumengrüße übermittelt und auch heimliche Trauungen vorgenommen haben. Dieses, so heißt es, habe den Unwillen des damaligen römischen Kaisers erregt, und so sei Valentin schließlich als Märtyrer an einem 14. Februar zu Tode gekommen. Verschiedene Kirchen erheben Anspruch darauf, dass sie seine Reliquien beherbergen. In Krumbach/Schwaben liegt sogar ein kompletter Leichnam in Bischofskleidung in einem gläsernen Sarg.

Der Heilige ist im Volksglauben zuständig für Bienenzüchter und er soll auch bei Ohnmachtsanfällen und Fallsucht (vermutlich wegen seines Namens) helfen. Doch hauptsächlich ist er natürlich wichtig für die Liebenden.

Dazu kam der Heilige vermutlich eher zufällig, denn schon vor seiner Zeit wurde in Rom an "seinem" Tag, dem 14. Februar, ein Fest gefeiert, das Lupercalia hießt und der römischen Juno, der Schutzpatronin von Ehe und Familie gewidtmet war. Ihr wurden damals Blumen geopfert, und mit einer Art Liebeslotterie wurden ledige junge Frauen und Männer verbandelt, die dann einige Zeit gemeinsam an Festen teilnehmen. Bei dem einen oder anderen Paar wird es wohl auch "gefunkt" haben...

Dieser Brauch hat sich dann bis ins Mittelalter in den europäischen Ländern gehalten. "Vielliebchentag" nannte man den Tag noch im Spätmittelalter in Deutschland.Per Los oder sonstwie zufällig (siehe Valentinsorakel) wurden Jungen und Mädchen (in allen Ehren natürlich) zu Valentin und Valentine gekürt, die dann einige Zeit zusammen aus gingen. Das galt oftmals als günstige Voraussetzung für eine eventuelle spätere Heirat der beiden. Darum herum rankten sich viele Rituale, man machte sich gegenseitig kleine Geschenke, und es war vielerorts üblich, sich gegenseitig mit Gedichten zu necken.

Zwischendurch hat die Kirche versucht, dem Tage einen mehr christlichen Touch zu geben: Statt Partner auf Zeit wurden Heilige verlost, denen die jungen Männer und Frauen dann ein Jahr nacheifern sollten. Nun, sehr erfolgreich scheint dieser Versuch nicht gelaufen zu sein ;o)

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Valentinskarten und Blumengrüße

Schon vor 600 Jahren war es in England üblich, sich zu diesem Tage "Valentine-Cards" mit vierzeiligen Gedichten zu schicken, und langsam kam auch die Mode auf, diese mit Blumen zu bereichern. Pikanterweise wurden diese Karten damals meistens anonym verschickt, und auch heute soll das noch durchaus üblich sein. Die englischen Auswanderer nahmen den Brauch damals mit nach Amerika, und nach dem 2. Weltkrieg gelangte er mit den amerikanischen Soldaten dann auch nach Deutschland.

Kritiker meinen, der Tag sei inzwischen zu einem Tag der Floristen und Schreibwarenläden geworden. Tatsächlich werden zu diesem Anlass allein in den USA inzwischen mehr als eine Milliarde Grußkarten verschickt, und die Blumenläden verzeichnen seit Jahren steigende Umsätze an Valentin. Übrigens sind es hauptsächlich Männer, die Valentinssträuße kaufen, während im übrigen Jahr die meisten Blumensträuße von Frauen erstanden werden.

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Valentinsorakel

Natürlich wollten die jungen Leute am liebsten schon vorher wissen, wer ihr Valentinspartner sein würde, und so entwickelten sich mancherlei Orakelbräuche:

  • Mancherorts hieß es, dass derjenige, den ein Mädchen am Valentinstag morgens als Ersten sah, ihr Zukünftiger werden würde (Deswegen waren die jungen Männer natürlich schon früh morgens unterwegs, um ihrer Auserwählten einen Blumenstrauß zu bringen).
  • In anderen wurden die Namen von den jungen Männern, die in Frage kamen, auf kleine Zettel geschrieben und in Lehm gehüllt. Dann warfen die Mädchen die Lehmkugeln in ein Gefäß mit Wasser, und, mit Hilfe des heiligen Valentin, sollte sich das Lehmkügelchen mit dem "Richtigen" dann als Erstes auflösen.
  • Oft war es wichtig, von wem das Mädchen in der Nacht zum Valentin träumte, denn dieser würde ihr Ehemann werden. Ob wohl die Mädels dann wohl immer wahrheitsgemäß Auskunft erteilten?

Wenn du noch nicht weißt, ob und wie du deinen Liebsten / deine Liebste zum Valentin beglücken sollte, schaue einmal auf unsere Seite Liebesschwüre. Hier gibt es Zitate berühmter Menschen zum Thema Liebe und auch ein paar wunderschöne Gedichte.

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Bild:

Das Bild oben ist ein Ausschnitt aus dem Gemälde
"Der Kuss" von Francesco Hayez (1791-1882
)

 

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