Weihnachtsgeschenke

 

 
INHALT:

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SCHON BEI DEN ALTEN RÖMERN:

Woher der Brauch stammt, an Weihnachten Geschenke zu machen, kann man nicht mehr genau sagen. Der Anfang liegt irgendwo verborgen im Dunkel der Geschichte. Viele Leute glauben, er stamme aus der Zeit der alten Römer, die anlässlich ihrer Saturnalien (17.- 25. Dezember, Fest zu Ehren Saturns, des römischen Gottes der Saat), einander "strenae" (Bündel aus Lorbeer und Palmzweigen) überreichten, dazu verschenkte man auch Honigkonfekt und Feigen oder Datteln mit Blattgoldüberzug, die Glück für das kommende Jahr versprachen. Die Saturnalien fanden zur Zeit der Sonnenwende statt, man nannte sie Lichterfest, denn es wurden auch Feuer und eine Art von Kerzen entzündet, um die wiederkehrende Sonne und das wiederkehrende Leben zu ehren und zu unterstützen.

Manchen Quellen zufolge wurden diese römischen Traditionen dann später von den Christen übernommen. Die Jünger erzählten schließlich auch von den Hirten und den drei Weisen, die mit ihren Gaben zur Krippe gekommen waren und die ersten Weihnachtsgeschenke gemacht hatten.

Eine Weile war es üblich, Handschuhe zu verschenken oder wenigstens das Geld, das man dazu verwenden sollte, solche anzuschaffen. Süßigkeiten sind wohl immer verschenkt worden, als Sinnbild für ein süßes Leben im folgenden Jahr, genau so wie Kerzen, die Wärme und Licht symbolisieren sollten. Geldgeschenke stellten Reichtum und Macht dar, die einem hoffentlich im nächsten Jahr zufallen sollten. Regelrecht eingepackt hat man die Geschenke dann anscheinend zuerst in Dänemark.

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GESCHENKE - ÜBERFLÜSSIG?

Heute ist die Schenkerei oft in einen regelrechten Rummel ausgeartet, die Geschäfte machen schon im Oktober Werbung dafür, und es ist manchmal schwierig, jemandem etwas zu schenken, der "schon alles hat". Manche Menschen plädieren deswegen dafür, Weihnachten ganz und gar abzuschaffen, weil sie sich diesem Rummel nicht aussetzen wollen und finden, jeder könne sich seinen Kram ja auch selber anzuschaffen.

Die Rabenfrau findet , Geschenke gehören irgendwie dazu. Man muss es ja nicht übertreiben. Wenn man sich für jemanden, den man gern hat, zu Weihnachten ein passendes (nicht unbedingt ein teures!) Geschenk überlegt, dann heißt das ja auch, dass man sich in Gedanken mit dieser Person beschäftigt. So wird das Geschenk zum Symbol der Zuneigung, die man für einander hegt. Klar, man kann sich die Dinge heute meist selber kaufen, aber wenn man sie geschenkt bekommt, ist es doch noch etwas anderes. Und, Hand auf's Herz: Der geneigte Leser / die geneigte Leserin dieser Zeilen bekommt sicher auch gerne Geschenke, oder?

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WIE? WAS?

Die Wünsche seiner Mitmenschen erraten und wahr werden lassen, ist gar nicht so einfach!

Vorsorgen:

Gut, wenn man weiß, was die Menschen, die man beschenken "muss", sich wünschen! Kluge Schenker führen ein Geschenkbüchleich, wo sie das ganze Jahr über eintragen, was sich wer wünscht. Es ist auch hilfreich, dort einzutragen, was andere Leute einem geschenkt haben, damit man mit dem eigenen Geschenk nicht zu sehr aus der Reihe tanzt. Wenn man das Buch über die Jahre führt, weiß man auch noch beim nächsten Mal, welche CD man wem verschenkt hat und vermeidet Doppelgeschenke.

Es ist sicher nicht verkehrt, sich einen Vorrat an Standart-Geschenken anzulegen. Am besten sucht man etwas aus, was viele Menschen anspricht: Bildbände und andere Bücher, Genussmittel wie guten Wein, Pralinen, Musik-CDs, hübsche Dinge vom Flohmarkt.. Am besten kauft man die Dinge dann, wenn sei einem über den Weg laufen. Achtung: Das Geschenkelager sollte man nicht zu groß werden lassen, denn Lebensmittel verderben nach einiger Zeit, und Bücher und Musik unterlieigen auch dem Zeitgeist. Niemand freut sich über "abgelaufene" Schokolade oder Bestseller von Anno Dunnemals.

Maßhalten:

Sowohl was den Preis als auch was die Größe eines Geschenkes anbelangt, sollte man aufpassen. Nicht jeder ist begeistert über einen neuen Wohnzimmertisch oder einen speziellen Ohrensessel, der vielleicht gar nicht ins Wohnkonzept passt! Und teuer müssen Geschenke auch nicht immer sein, die meisten Beschenkten freuen sich genau so über gut ausgedachte Kleinigkeiten, das ist wissenschaftlich erwiesen!

Kinder:

Wer Kinder beschenken will, sollte sich möglichst hüten, die Eltern zu vergrätzen. Ein Waldorf-Kind sollte keine Barbiepuppen bekommen. Wer die Kinder liebt und den Eltern eins auswischen will, schenkt Lautes wie Tröten, Plastik-rasenmäher mit "echtem" Geräusch, Trommeln...

Gemeinsame Geschenke:

Manchmal ist es praktisch, Geschenke gemeinsam zu schenken, man kann dann auch teurere Wünsche erfüllen. Die Gruppe muss jemanden auswählen, der das Geschenk besorgt, und, wichtig! - rechtzeitig vorher das Geld einsammelt. am besten überlegen alle gemeinsam, was es sein soll. Dabei ist es manchmal nicht so einfach, verschiedene Geschmäcker unter einen Hut zu bekommen. Auch das Überreichen des Geschenks muss gut bedacht sein, damit der Beschenkte sich später nicht nur an denjenigen erinnert, der es übergeben hat.

Gutscheine:

Schlecht: Gutscheine für Sachen, die man selber machen wollte, und die nicht fertig geworden sind. Oft werden sie nämlich dann später auch nicht fertig und der Bewschenkte kann den Gutschein in der Pfeife rauchen.

Interessant: Gutscheine für Dinge, die man nicht verpacken und mitbringen kann, wie z. B. Aktivitäten wie ein Abo für ein Fitnesscenter, einen Kletterkurs, eine Reise. Man muss dabei natürlich etwas aussuchen, was der Beglückte auch machen wird, nicht etwa etwas, von dem man annimmt, was gut für ihn ist!

Auch gut: Gutscheine für Dinge, von denen man genau weiß, was es sein soll, aber nicht, was genau dem Beschenkten gefällt, z. B. Parfum, ein Schmuckstück oder Möbel. Da kann man dann nach dem Fest gemeinsam aussuchen gehen.

Dabei kommt es immer darauf an, den Gutschein originell zu verpacken und dem Beschenkten nicht einfach einen Zettel in die Hand zu drücken.

Umtauschen:

Man sollte die Quittungen für Geschenke gut aufheben, wenn man nicht genau weiß, ob es dem Beschenkten auch Freude macht. Im Notfall kann man dann immer noch sagen: "Ich habe auch nicht genau gewusst, ob es dir gefällt! vielleicht gehen wir nächste Woche einfach gemeinsam los und tauschen es um!"

 

 

GESCHENKIDEEN FÜR LEUTE, DIE "ALLES" HABEN:

Selbst Gemachtes: Zum Beispiel einen Fotokalender für die Großeltern (kommt immer gut an!), Geschenke aus der Küche (wie selbstgekochte Marmeladen oder Relishs, selbst gebackene Plätzchen, selbst angesetzte Liköre), ein Gedicht (vielleicht sogar selbst gedichtet), auf schönes Papier handgeschrieben oder mit einer schönen Schrift im Schreibprogramm vom PC ausgedruckt, oder gar ganz viele Gedichte (mit passenden Bildern versehen, ausdrucken, im Copycenter binden lassen), kalligraphisch verziertes Briefpapier (Briefbögen und -umschläge kaufen, mit Feder oder Pinsel die Initialen des Beschenkten darauf malen oder, einfacher: mit Intitialen bzw. Grafiken bedrucken), selbst gemischtes Potpourris oder Tees, gestrickte Mützen, Schals, Handschuhe oder Socken. Eine Freundin hatte maximalen Erfolg, als sie ihrem Gatten in einer großen Tüte feine Pralinees, eine Flasche Sekt und ein feines Negligèe verehrte...

Gutscheine: Nein, nicht diese Zettel, die dem Empfänger irgendwann etwas Selbstgemachtes versprechen, das bloß noch nicht fertig geworden ist. Sondern zum Beispiel: Gutschein über Babysitten, einen Besuch im Zoo, im Schwimmbad oder im Theater, einmal schön bekochen, oder auch, ganz prosaisch: einmal Dachboden "ausmisten", die Küche aufräumen, staubsaugen oder Ähnliches.

 

WIRKLICH AUSSERGEWÖHNLICHE GESCHENKIDEEN

Diese Ideen sind allerdings meistens eher etwas für Krösusse, aber man muss auch noch nicht einmal aus dem Haus gehen , sondern kann alles über das Internet abwickeln, bezw. abwickeln lassen

Echte Sterne mit Astrokarten und Literatur gibt es bei http://www.mystar.de/

Wirkliche Mondreisen kann man hier buchen:
http://www.lunarembassy.com/lunar/index2.lasso
Dortselbst gibt es auch Mondgrundstücke.

30 Quadratzentimeter Schottland samt dem Recht, den Titel eines Laird zu führen (und dabei dortselbst noch etwas für den Umweltschutz tun), das kann man hier kaufen:
http://www.lairds-of-scotland.de/index.html

Lebendige Olivenbäume, nicht zum Daheim-Vertrocknenlassen, sondern als Baumpatenschaft für einen Baum in Spanien, dazu mindestens 2 l Öl im Jahr vom "eigenen" Baum, außerdem ein "eigenes" Bienenvolk und Honig davon, oder auch ein "eigenes" Milchschaf plus den Käse aus dessen Milch, das gibt es hier: http://www.aristaeos.com/

Außergewöhnliche Geschenke, wie Grundstücke wahlweise auf dem Mond, auf der Venus oder auf dem Mars, den Namen einer Rose oder einen gemieteten Butler bekommt man hier: http://www.buyagift.co.uk

Feenschmuck und andere Feengeschenke, auf dass ein wenig Zauber ins Leben komme, gibt es hier: http://www.at-choo.com/faeriegifts.html

Eine ganze kleine Welt, vollkommen autark in einer Glaskugel (EcoSphere), Siebenmeilenstiefel, Goldflöckchen zum Essen und andere Dinge, die die Welt nicht braucht, gibt es hier: http://www.echt-wahnsinn.de/

1 m² Gold Claim: Hier kann man zum Beispiel ein Stück Alaska erstehen: http://www.bull-bear.de

Für Frau oder Freundin einen Dandy mieten: Berlin erkunden oder ins Theater gehen in Begleitung eines gepflegten, kulturell gebildeten Herrn oder einer ebensolchen Dame, das gibt es hier: http://www.berlindandies.de

Tagesausflüge mit dem Flugzeug, z. B. einen Tag auf die Seychellen düsen, oder nach Havanna, vielleicht auch New York, das gibt es hier: http://www.johnen.de/Tagesflug/Tagesflug1.htm?Ano=18502

Männerträume erfüllen: einmal Baggerfahren, oder Jeep, Quad, Radlader... Einen Adventure-Tag für "richtige Männer" kann man hier buckeh: http://www.maennerspielplatz.de

Einen Sternekoch für sich kochen lassen, das kann man hier buchen: http://www.kochende-leidenschaft.de/

 

FRAUEN SIND GROSSZÜGIGER ...

Eine Umfrage der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach aus dem Jahre 2003 bringt es an den Tag: Junge Männer (18 - 28 Jahre) geben für Geschenke deutlich weniger aus als Frauen im selben Alter. Danach gaben die Männer durchschnittlich 175 € für Geschenke aus, die jungen Damen 198 €. Für die Studie wurden 500 Leute zu ihrem Kaufverhalten im Weihnachtsgeschäft befragt.

 

RABENTIPP: EINE GESCHENKELISTE MACHEN

Wenn man mehrere Leute zu beschenken hat, kann man sich manchmal heillos verpuzzeln beim Geschenkekaufen. Damit du einen Überblick hast, wer was bekommt, und was du schon besorgt hast, solltest du dir eine Liste machen, die du dann "abarbeitest". Du kannst dir gleich einfach unsere Geschenkeliste herunter laden. Gut ist es auch, wenn du dir vorher überlegst, was du ausgeben willst und dich dann auch an diesen Budgetplan hälst!

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SCHENKEN
Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Schenke groß oder klein,
Aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten
Die Gaben wiegen,
Sei dein Gewißen rein.
Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei
Was in dir wohnt
An Meinung, Geschmack und Humor,
So daß die eigene Freude zuvor
Dich reichlich belohnt.
Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk,
Daß dein Geschenk
Du selber bist.

Grafiken:
Backgrounds: die Rabenfrau
titelbild: Tube nach altem Druck die Rabenfrau
Geschenkstapel: Internet
Alpha: Real Life
Font: PetraScriptEF