Weihnachtsmarkt

Hier erfährst du alles über die Geschichte vom WEihnachtsmarkt

 

 

 

Welch lustiger Wald um das hohe Schloß
hat sich zusammengefunden,
ein grünes, bewegliches Nadelgehölz,
von keiner Wurzel gebunden!
Anstatt der warmen Sonne scheint
das Rauschgold durch die Wipfel;
hier backt man Kuchen, dort brät man Wurst,
das Rüchlein zieht an die Gipfel.

Gottfried Keller, aus "Weihnachtsmarkt"

Seitenende

Vielerorts gibt es in der vorweihnachtszeit einen Weihnachtsmarkt. Je nach Tradition heißt er auch Christkindlmarkt, Adventsmarkt oder auch Christkindlesmarkt. Anfangs waren es wohl einfach Märkte, wo die Bürger ihren winterlichen Bedarf deckten. Ich erinnere mich, dass in den 80er Jahren in unserer Stadt der Weihnachtsmarkt eher einem Jahrmarkt glich, wo Händler in schmucklosen Buden dicke Socken, Mützen und andere winterliche Bekleidung verkauften. Erst später bekam er seine weihnachtliche Atmosphäre mit Tannen und festlicher Beleuchtung.

Alles begann wohl 1434 in Dresden, wo damals am Tag vor Heiligabend ein Markt abgehalten wurde, damit die Dresdener ihren Festtagsbraten noch einkaufen konnten. Im Laufe der Jahre kamen dann Handwerker dazu, und auch arme Leute, die auf dem Markt zum Beispiel Spielzeug verkaufen wollten, was sie in Heimarbeit angefertigt hatten. Oft waren das auch Kinder, die damals nicht nur das Publikum stellten, sondern Geld verdienen mussten. So romantisch gemütlich wie heutzutage war ein Weihnachtsmarkt in der "alten Zeit" gewiss nicht, es war einfach ein ganz normales Marktgeschehen, was sich damals abspielte, nur dass dieser Markt eben zu Weihnachten abgehalten wurde. Die Bürger konnten sich mit den Waren eindecken, die sie für den Winter benötigten.

Der erste wirkliche "Weihnachtsmarkt" hat wohl doch in Nürnberg statt gefunden. Aus dem Jahre 1628 ist eine Nadelholzschachtel erhalten, die mit ihrer Inschrift auf den dortigen "Christkindlmarkt" hin weist.

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es Weihnachtsmärkte in fast allen größeren deutschen Ortschaften. In kleineren Städten und Dörfern sind es vielleicht zwei oder drei Buden an der Straße, in größeren ist der Weihnachtsmarkt fast eine kleine Stadt für sich, oder es gibt sogar mehrere Märkte. Die Menschen kommen manchmal von weit her, um durch die Reihen der mit Tannenzweigen und Lichtern geschmückten Stände zu wandern, Glühwein zu trinken und Lebkuchen und Bratwürstchen zu essen. Und es scheint, dass Weihnachtsmärkte mit ihrer besonderen Atmosphäre inzwischen zu einem festen Element weihnahtlichen Brauchtums geworden sind. Zum Weihnachtsfest selbst sind die meisten Weihnachtsmärkte bereits verschlossen.

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Wann und wo dieses Jahr Weihnachtsmärkte
stattfinden, kann man zum Beispiel hier erfahren:

http://www.schweizerseiten.ch/weihnacht/weihnachtsm%C3%A4rkte.htm

Das Gedicht "Weihnachtsmarkt" von Gottfried Keller, das übrigens gar nicht so fröhlich weiter geht, gibt es hier:

http://www.zlb.de/projekte/advent/keller.htm

 

Grafiken:

Titelbild: Lithografie aus dem 19. Jhdt.
Zwerge: Tubes aus dem Internet
Tannenzweig, Strohstern: tubes die Rabenfrau
Backgrounds: Die Rabenfrau
Font: St. Nicholas