| | Rituale
tun der Seele gut! In dieser hektischen Zeit, wo
mehr Informationen auf uns einstürzen als je zuvor in der Geschichte der
Menschheit, brauchen wir wiederkehrende Reize für unsere strapazierte Seele.
Und was ist besser für Rituale geeignet als das Weihnachtsfest mit seinen
ganzen Traditionen wie Adventskranz, Lichterglanz, Festessen, Christbaumschmuck
und verstaubter Weihnachtsplatte der Regensburger Domspatzen? - Fernsehen
erdet!
Erinnerst du dich noch, wie du als Kind "Wir
warten auf's Christkind" geschaut hast mit Kater Mikesch und seinen Kumpels,
die die ganze Aufregung etwas erträglicher gemacht haben? Fernsehen gehört
eben auch zu Weihnachten, aber natürlich darf es nicht irgendwas sein, wir
brauchen Klisches und Happy Ends, etwas märchenhaft darf es gerne sein, wie
"Drei Nüsse für Aschenbrödel", oder Dickens Geschichte
von Scrooges Weihnachtsbekehrung, vielleicht auch "Ist das Leben nicht schön",
den besten Weihnachtsfilm aller Zeiten. Wir schauen uns die Klassiker an wie ein
Fotoalbum, alle Jahre wieder! - Schokolade
tut gut!
Im Winter, wenn wir uns nicht mehr so viel
im hellen Tageslicht aufhalten können, sinkt der Serotoninspiegel in unserem
Körper ab. Glücklicherweise gibt es dagegen ein Mittel, das sogar sehr
gut schmecken soll: Schokolade, komplett aus Naturprodukten, leicht zu beschaffen
und nicht allzu teuer. Der darin enthaltene Zucker regt die Serotoninbildung an.
Zudem enthält Schokolade auch noch Phenylethylamin, das ist eine Substanz,
die im Körper entsteht, wenn wir verliebt sind. - Glücklich
durch Kochen!
Essen und Trinken hält Leib und
Seele zusammen, so heißt es in einem alten Sprichwort, und tatsächlich
finden es auch 60 % aller Deutschen nach einer Umfrage des Hamburger BAT-Instituts
wichtiger für ihr Lebensglück als Geld, ein dickes Auto und weite Reisen.
Weihnachten bietet die besten Voraussetzungen, mal wieder richtig schön zu
essen, ohne an Diäten zu denken. Auch das Kochen sei eine Glücksquelle,
meint der Wirtschaftsautor Stefan Klein, man tut etwas Zielgerichtetes, erlebt
Farben und Gerüche, schafft mit den Händen. Und wenn man für Freunde
oder Verwandte kocht, macht es sogar noch mehr Spaß! - Singen
macht froh!
Kein Sinnnesorgan ist so eng an Emotionen
gebunden wie das Ohr, deswegen mag fast jeder gerne Musik hören. Aber selber
singen tun nur noch wenige. Dabei ist es so gesund: emotionale Spannungen werden
gelöst, die Atmung vertieft und reguliert und so der Körper mit mehr
Sauerstoff versorgt. Der Brustkorb weitet sich, so werden die Muskeln gedehnt
und Verspannungen gelöst. Die Schwingungen der Stimmbänder können
vorbeugend gegen Asthma und Bronchitis wirken, und vor allem: Gemeinsames Singen
verbindet und schafft soziales Wärme. Also: Singe, wem Gesang gegeben: O
Tannenbaum... - Weihnachtliche
Gewürze wirken anregend!
Beinahe schon ein legales
Doping: Vanille macht kreativ, Ingwer stärkt das Immunsystem, Piment wärmt
von innen, Muskat macht euphorisch, Zimt und Nelke sollen tatsächlich leistungssteigernd
wirken. Fast allen weihnachtlichen Gewürzen wird sogar eine aphrodisierende
Wirkung nachgesagt. - Weinen
ist nicht nur für die Seele gut!
Vielen Menschen
steigen an Weihnachten die Tränen in die Augen: vor Rührung, vor Freude,
vielleicht auch aus Wut. Und das ist gut so, denn Tränen lösen den Gefühlsstau,
sorgen für eine bessere Durchblutung, produzieren Glücksstoffe wie Endorphine
und Schmerzmittel wie Enkephaline, Giftstoffe und Bakterien werden ausgeschwemmt,
und vielleicht sogar das eine oder andere Herz erweicht... - Rotwein
stärkt das Immunsystem!
In Maßen getrunken,
ist Rotwein richtig gesund wegen der darin enthaltenen Poyphenole, die im Körper
die Bildung von gefäßverengendem Endothelin hemmmen. So beugt Rotwein
Herzinfarkt und Schlaganfällen vor. Übrigens: Er schmeckt auch und passt
hervorragend in die Weihnachtszeit! - Schenken
stärkt Beziehungen und das Urvertrauen!
Das
Ritual des Schenkens drückt Wertschätuzung und den Wunsch nach Bindung
aus. Geschenke sind praktisch Gefühle zumn Anfassen. Auch der Schenkende
hat etwas davon: Er bekommt Dankbarkeit und Zuneigung.

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