Fröhliche Weihnachten überall

Hier gibt es Informationen über internationale Weihnachtsbräuche.

 

 

Fröhliche Weihnacht überall,
tönet durch die Lüfte froher Schall.
Weihnachtston, Weihnachtsbaum,
Weihnachtsduft in jedem Raum!
Fröhliche Weihnacht überall,
tönet durch die Lüfte froher Schall.

Heinrich A. H. von Fallersleben

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Überall? Wirklich? Wie feiert man denn in anderen Ländern? Kommt der Weihnachtsmann am 24. Dezember wirklich in der ganzen Welt? Immer mit dem Schlitten und in dicken Winterklamotten? Oder tauscht er doch vielleicht die dicken Stiefel manchmal aus gegen Badelatschen?

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Australien

In Australien ist um diese Zeit Hochsommer. Trotzdem ist manches hier unserem Weihnachtsfestsehr ähnlich, vor allem dem Weihnachtstrubel, den man aus den USA kennt.

Die Straßen und Kaufhäuser sind festlich weihnachtlich (und winterlich!) geschmückt, überall dudeln bekannte Weihnachtslieder, doch irgendwie ist alles, trotz der überall herumlaufenden Weihnachtsmänner in Wintermontur (!), doch eher ein Sommerfest mit Karnevalsstimmung. Echte Weihnachtsbäume sind selten, weil viel zu teuer, und weil die Kerzen bei den sommerlichen Temperaturen wohl schmelzen würden, gibt es elektrische Lichter und viel künstlichen Schnee. Aufgestellt werden die Weihnachtsbäume meistens schon Mitte Dezember.

Festlich sind jedoch die "Carols by Candlelight" am Heiligen Abend: Die Menschen in Sydney , Melbourne und anderen Großstädten strömen mit Kerzen in den Händen in die Parks, setzen sich auf die noch sommerwarmen Wiesen um zusammen mit bekannten Symphonieorchestern und Chören sowie bekannten Gesangsstars die alten Weihnachtslieder zu singen. Wer die englischen TExte nicht beherrscht, singt einfach in seiner Muttersprache. Hier kommt denn doch noch etwas von unserer feierlichen Weihnachtsstimmung auf!

Bescherung ist erst am 25. Dezember, meistens auf großen Partys mit Barbecue in Parks, am Pool oder am Strand. Oft erscheint dazu der Weihnachtsmann, auf Jetskiern und in roter Badehose!

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China

Nur 2 % der chinesischen Bevölkerung sind Christen, und so hat Weihnachten, ähnlich wie in Japan, hier eigentlich keine Tradition. Dennoch weihnachtet es inzwischen heftig im Reich der Mitte, nachdem es noch um 1980 noch als ausländisch verpönt war. Straßen un dPlätze werden mit Lichterketten und Tannen (echten und falschen) geschmückt, und so mancher Chinese stellt sich inzwischen einen Plastik-Weihnachtsbaum ins Zimmer. Viele Kinder hängen Socken auf in der Hoffnung, der "Dun Che Lao Ren", wie man hier den Weihnachtsmann nennt, möge sie mit Geschenken auffüllen. Unlängst kann man sogar in den staatlichen Buchläden ein Weihnachtsbuch kaufen, dass WEihnachtsbräuche erklärt, Tipps für Geschenke, Liedertexte und Rezepte für Schokokringel enthält.

Obwohl der christliche Hintergrund für die meisten Chinesen ziemlich im Verbrogenen liegt, wollen inzwishcen viele Menschen die wenigen Kirchen zu den wWeihnachtsgottesdiensten besuchen. Die Pfarrer hoffen, dass sich ier ein Trend abzeichnet, dass sich auch die christliche Kirche langsam im Reich derMitte etablieren kann.

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Dänemark

Hier beginnt Weihnachten schon mit dem 23. Dezember mit dem "kleinen Weihnachten" (Lillejulaften). Man Trinkt Tee, isst Apfelküchlein und schmückt den Weihnachtsbaum. Der Weihnachtsmann heißt hier "Julemand" und kommt am Heiligabend, um die Kinder zu beschenken. Vorher geht man zur Kirche, und dann gibt es ein großes Festessen, bei dem der "Ris a´lámande" nicht fehlen darf, ein Reisbrei mit einer eingebackenen Mandel. Wer diese bekommt, hat das ganze nächste Jahr über Glück und darf sich oft etwas wünschen.

NIcht vergessen werden darf auch der Brei für die Nisse, das sind die ortsansässigen Hauswichtel. Sonst rächen sie sich nämlich fürchterlich und im nächsten Jahr wird dann vermutlich in Haus und Hof einiges schief gehen!

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England

In England kann man einen der merkwürdigsten Weihnachtsbräuche beobachten: Alle tragen am Weihnachtstag bunte Papierhütchen, und es wird, wie bei uns an Silvester, mit Knallbonbons geknallt. Zum Essen gibt es vor allem "Gregor", seines Zeichens ein mit Äpfeln, Hackfleisch, Brot und Pflaumen gefüllter Truthahn, sowie unabdingbar den legendären, flambierten Plumpudding.

Pünktlich muss sich die Familie vor dem Fernseher versammeln, um die Rede der Queen anden Commenwealth zu verfolgen. Wie in Amerika bringt Father Christmas, auch Santa Claus genannt, die Geschenke erst in der Nacht durch den Kamin. Bescherung ist also erst am Morgen des 25. Dezember.

Wichtig ist noch der Mistelzweig, der gerne über der Tür oder an der Decke angebracht wird. Ursprünglich sollte das böse Geister fernhalten, und: Wer sich darunter aufhält, muss von einer anderen Person geküsst werden. Vermutlich war das mal ein Friedenskuss, denn an Weihnachten sollten alle Feindseligkeiten eingestellt werden. Inzwischen ist es aber mehr Anlass zum Flirten und neckische Spielereinen.

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Estland

Die Kinder in Estland haben es gut: Während der gesamten Adventszeit bringen ihnen Kobolde heimlich kleine Überraschungen und Süßigkeiten, vorausgesetzt, sie waren auch schön brav. Ansonsten feiert man das Weihnachtsfest ähnlich wie bei den finnischen Nachbarn.

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Finland

Auch hier kennt man das "kleine Weihnachten", es heißt hier "pikkujoulu", beginnt schon im Oktober und steht im Zeichen des Feierns mit Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen. It's Partytime!

In Finland hat Weihnachten auch etwas mit dem Gedenken an die Toten zu tun. Man stellt Kerzen in die Fenster, um der Helden aus dem Unabhängigkeitskrieg 1917 zu gedenken und stellt Kerzen auf die Friedhöf für die Toten der Familie.

Heiligabend beginnt traditionsgemäß um 12 Uhr finnischer Zeit, also 11 Uhr in Deutschland, mit der Verlesung des Weihnachtsfriedens vom Balkon des Doms im südfinnischen Turku, eine symbolische und für die Finnen höchst bedeutsame Zeremonie, die schon 500 Jahre alt ist. Heutzutage wird sie in Fernsehen und Rundfunk übertragen. Die Geschäfte und die meisten Restaurants haben um diese Zeit geschlossen, auch öffentliche Verkehrsmittel fahren nicht mehr. so dass jeder dieser Lesung lauschen kann.

Am frühen Abend geht die Familie dann geschlossen in die Sauna, unnd dann findet das große Festmahl statt, dass immer aus bestimmten Speisen wie Hering in verschiedener Zubereitung und , ganz wichtig, einem riesigen Schinken besteht. Meistens kommen auch die erwachsenen Kinder zum Heiligabend wieder ins Haus der Eltern zum Feiern. Man singt Weihnachtslieder, und selbstverständlich kommt irgendwann im Laufe des Abends Joulupukki, der Weihnachtsmann (er wohnt übrigens für die Finnen keineswegs am Nordpol, sondern im Berg Korvatunturiin der Nähe von Rovaniemi. Dort lebt er mit seiner Frau und den Elfen und bastelt das ganze Jahr Weihnachtsgeschenke) . Falls dieser keine Zeit hat für ein persönliches Erscheinen, übernehmen die Familienmitglieder abwechselnd die Vertretung, setzen sich eine rote Zeipfelmütze auf, und verteilen die Geschenke. Natürlich nur an die braven Kinder. Ob sie das auch sind, haben in der Vorweihnachtszeit die "Tontus" (Wichtel) ausgespäht.

Am nächsten Tag geht meistens die ganze Familie in die Kirche, auf dem Lande oft ganz romantisch mit dem Pferdeschitten. Anschließend besucht man Verwandte und Freunde, wo die Reste des Weihnachtsessens noch immer für ein großartiges Festmahl ausreichen!

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Frankreich

Der 24. Dezember ist für die Franzosen ein ganz normaler Arbeitstag. Weihnachten beginnt sozusagen erst nach Feierabend, natürlich, wie kann es bei einer Nation von Feinschmeckern anders sein, mit einem opulenten Festmahl. Meistens findet dieses im Restaurant statt, hinterher gibt es Tanz, und anschließend geht man zur Mitternachtsmesse. Im Anschluss daran gibt es überall Feuerwerk. Abgesehen von den Messen also ein ziemlich weltliches Programm.

Noch in der Nacht, oder, wenn die Kinder müde sind, am nächsten Morgen, findet die Bescherung unter dem Tannenbaum in der reich geschmückten Wohnung statt. Früher brachte Saint Nicolas den Kindern die Geschenke schon am 6. Dezember, doch ihn hat der Weihnachtsmann abgelöst, der hier Père Noèl heißt.

Den Höhepunnkt der Feierlichkeiten bildet sicherlich "La Reveillon", der französische Weihnachtsschmaus am 25. Dezember. Dazu gehören unbedingt Foie Gras (Gänsestopfleber) und der "Buche de Noèl", eine Schokoladen-Biskuitrolle in Form eines Baumstamms.

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Griechenland

Obwohl hier Ostern an sich das bedeutendere Fest ist, wird auch hier sehr ausgiebig Weihnachten gefeiert. Eine Adventszeit wie bei uns in Deutschland kennt man hier allerdings nicht, es gibt keine Adventskränze und keine vorweihnachtlichen Backaktionen für Plätzchen. Aber auch hier werden Haus und Hof geschmückt mit vielen bunten Lichtern. Echte Tannen sind hierzulande selten, denn sie sind den meisten Familien einfach zu teuer.

Der Heiligabend fällt für die Griechen noch in die Fastenzeit, deswegen gibt es zum Festessen keinen Braten. Dennoch stehen natürlich viele leckere Sachen auf dem Tisch, die nicht unter das Fastengebot fallen, zum Beispiel gibt es ein leckeres Nudelgericht mit Honig, das "Melomakarona" heißt. Am Heiligabend und in den folgenden 12 Nächten werden Feuer angezündet, um die Kalikanari (Kobolde) zu vertreiben. Den großten und schönsten Holzklotz verbrennt man aber am Heiligabend, denn er soll ja gleichzeitig das Christkind wärmen.Tagsüber springen die Kinder mit Trommeln, Glöckchen und Triangeln durch die Straßen und singen die Kalanda (Lobgesänge). Dafür werden sie mit Süßigkeiten und kleinen Gaben belohnt.

Am 1. Weihnachtsfeiertag, der auch hier ein arbeitsfreier Tag ist, hat das Fasten ein Ende. Es gibt ein grandioses Festmahl, meistens mit einem Truthahn als Höhepunkt.

Auf ihre Geschenke müssen die Kinder noch bis zum 1. Januar warten, dann kommt der Heilige Vassilius auf Nikolausart durch den Karmin und legt die Geschenke heimlich ans Fußende der Betten. Am 1 Januar gibt es auch Vassiliuskuchen, in den ein Goldstück eingebacken wurde. Wer es findet, wird das ganze nächste Jahr Glück haben!

Der eigentliche Höhepunkt der Weihnachtsfeierlichkeiten ist Epiphanias am 6. Januar. An diesem Tage soll Jusus von Johannes dem Täufer getauft worden sein. Es gibt einen festlichen Gottesdienst, und danach gehen die Priester durch die Straßen, segnen Häuser und Räume und besprenkeln sie mit einem in Weihwasser getauchten Basilikumzweig.

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Indien

Obwohl hier die meisten Menschen Hindus sind gibt es hier infolge der großen Bevölkerungszahl insgesamt mehr Christen als in Deutschland. Ntürlich feiern auch sie Weihnachten, und sie haben daraus einen Mix von eigenen Traditionen und solchen aus anderen Ländern gemacht.Als Weihnachtsbaum benutzen sie oft Mangobäume oder Bananenstauden, die mit knallbuntem Weihnachtsschmuck aus Kaschmir verziert werden. Auch die Häuser werden mit bunten Lichtern (manchmal sind es tönerne Öllämpchen, die dicht nebeneinander auf den Rand der flachen Dächer oder die Hofmauern gestellt werden), Blumen und Blättern verziert. Weihnachten ist in Indien ein sehr lustiges Fest! Es wird begleitet von Musik- und Tanzvorführungen. Nachts gibt es in der festlich geschmückten Kirche eine lange Mitternachtsmesse (2 - 3 Stunden).

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Island

Hier gibt es keinen Weihnachtsmann, sondern Weihnachtskerle, die Jólesveinar, und zwar deren 13. Es sind die Söhne eines Rieseneherpaares, das zwecks Nahrungsbeschaffung unartige Kinder einfing (natürlich, wie unser Knecht Ruprecht, der die unartigen Kinder in den Sack steckt, von erzieherischer Wirkung).

Im Lauf der Jahre übernahmen die 13 Söhne das Kommando, die schon deswegen weniger schrecklich sind, weil sie nur noch Kobolde sind. Schon ihre Namen sind eher harmlos, zum Beispiel Türknaller, Fenstergucker oder Kochlöffellecker. Auch sie werden erzieherisch tätig, allerdings belohnen sie die braven Kinder, in dem sie Süssigkeiten und Geschenke in die auf die Fensterbretter bereitgestellten Schuhe legen. Bestrafen tun sie auch: böse Kinder bekommen bloß vergammelte Kartoffeln! Die Kerle haben ihre Auftritte zwischen dem 12. und 24. Dezember, jeden Tag kommt ein anderer.

Außerdem gibt es noch eine Weihnachtskatze, die Jòlaköttur heißt. Fleißige Leute bekommen von ihr einen Pullover, allderings mussten die Isländer die Wolle dazu selber spinnen. Faule, die nicht genug Wolle versponnen hatten, wurden aufgefressen. Heute ist das nun nicht mehr so arg gefährliche, denn Wolle kann man ja inzwischen im Kaufhaus erstehen. Und die eventuell trotzdem vorhandene Angst vor der Katze bekommt man in den Griff durch den Genuss von "Weihnachtskatzenbier" mit viel Zimt und Kardamom!

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Italien

Auch in Italien kennt man überall Christbäume, doch das zentrale Symbol für Weihnachten ist hier die Krippe. Die Italiener sind regelrecht verrückt nach Krippenfiguren, es wurde sogar schon Signore Berlusconi als Krippenfigur gesichtet!

Am Heiligabend wird das eigentliche Fest vorbereitet, der Tannenbaum geschmückt und die Krippe aufgestellt. Traditionell gibt es ein leckeres Fischessen. Der eigentliche Festtag ist der 25. Dezember. Familien und Freunde feiern mit einem großen, mehrstündigen Festmahl die Geburt Jesu. Danach bekommen inzwischen die meisten Kinder Weihnachtsgeschenke, obwohl am 6. Januar gleich nochmal Bescherung ist, nämlich durch die Befana. Der Legende nach hat sie sich zu spät aufgemacht, um das Jesuskind in der Krippe zu beschenken und saust seitdem als Hexe auf dem Besen durch die Lande, und hinterlässt in jedem Hause Geschenke für die Kinder, immer in der Hoffnung, einmal das Jesuskind zu finden.

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Japan

In Japan ist das Christentum nicht sehr weit verbreitet. Trotzdem ist auch hier Weihnachten auf dem Vormarsch, wenn auch eher als kommerzieller Event. Es ist ein ganz normaler Arbeitstag, dennoch werden schon ab November die Kaufhäuser verschwenderisch mit Weihnachtssschmuck und -beleuchtung dekoriert. Echte Tannenbäume sind selten, weil sie teuer aus dem Ausland eingeführt werden müssen, so gibt es auch hier Plastikbäume.

Die Häuser werden mit Mistelzweigen und künstlichem Grün Auch ein Truthahnbraten ist in vielen Familien schon obligatorisch. Alle, auch die Nichtchristen, singen Weihnachtslieder, und es gibt Weihnachtsgeschenke, die der "Hoteiosho" bringt. Ursprünglich war das mal ein alter Priester, der auch immer mit einem Sack auf dem Rücken dargestellt wird. Inzwischen ist er wohl Weihnachtsmann und Krampus in einer Person geworden. Er soll Augen im Hinterkopf haben, um das Benehmen der Kinder besser beobachten zu können...

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Kenia

In Kenia ist Weihnachten ein Familienfest. Die Kinder haben die Aufgabe, das Haus für das große Festmahl am 25. Dezember vorzubereiten und zu schmücken. Meistens wird eine Ziege geschlachtet. Nach dem Weihnachtsessen laufen alle von Haus zu Haus, um sich gegenseitig Frohe Weihnachten zu wünschen und Geschenke zu verteilen. Bis in die frühen Morgenstunden wird gefeiert und getanzt.

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Kuba

Seitdem Fidel Castro und die Kommunisten in Kuba die Macht übernommen haben, ist Weihnachten kein offizieller Anlass mehr zum Feiern. Trotzdem gibt es hier durchaus einige Weihnachtstraditionen.

Das Fest beginnt in der Heiligen Nacht mit einem guten Essen innerhalb der Familie. Danach geht man in die Kirche zur Mitternachtsmesse. Kleine Geschenke, meistens nur für die Kinder, gibt es erst am 6. Januar, in Gedenken an die Heiligen Drei Könige, die an diesem Tag das Christkind beschenkt haben sollen.

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Mexiko

Vor ungefähr 300 Jahren brachten die spanischen Eroberer zusammen mit dem katholischen Glauben auch Weihnachten mit nach Mexiko. Viel Landestypisches wurde hineingemixt: alte Festbräuche zu Ehren einheimischer Götter wurden einfach auf Maria und Joseph umgedeutet. Weihnachten in Mexikoist laut und bunt, kurz: die größte Fiesta des Jahres! Von häuslicher Besinnung ist nicht viel zu merken. Wichtige Zutaten sind laute Musik, trubelige Umzüge und Feuerwerk.

Spätestens am 1. Dezember muss man den Weihnachtsbaum aufgestellt haben, meistens sind es künstliche, weil die echten so teuer sind. Knallrosa Nadeln sind dann keine Seltenheit!

Am 1. Dezember starten auch die Umzüge, mit denen auf sehr lärmende Art und Weise die herbergssuche nachgespielt wird. Die Leute tragen dazu selbstgenähte Kostüme, an der Spitze kommt immer die heilige Familie, gefolgt von Hirten und den 3 Königen. Wenn sie glücklich in der Herberge gelandet sind, bekommen die Kinder eine Pinata, das ist ein buntes Gefäß aus Pappmaché, bis oben hin mit süßen Leckereien gefüllt. Es wird an die Decke gehängt, und dann dürfen die Kinder abwechselnd wie beim Topfschlagen mit verbundenen Augen mit ihren Stöcken danach schlagen, bis es platzt, und sich ein Regen von Süßigkeiten über sie ergießt.

Am 24. Dezember versammeln sich alle um Mitternacht vor den den Kirchen, es werden große Feuer enfacht und Feuerwerk abgebrannt, un die Mitternachtsmesse beginnt mit einem Tanz, dem "Baile de la Flor". Während der Mese wird das Jesuskind in Windeln gewickelt und in die Krippe gelegt. Viele Familien haben daheim auch eine Krippe, mit lebensgroßem Jesuskind!

Zu essen gibt es, wie kann es anders sein, wo er doch hier heimisch ist, einen Truthahn. Auch Weihnachtsgeschenke gibt es, meistens sind es an diesem Tag nützliche Dinge. Die "richtigen" Geschenke gibt es erst am 6. Januar. Nach Weihnachten haben die meisten Mexikaner Urlaub. Wer es sich lesten kann, verbringt die Tage an einem der schönen Strände, die um diese Jahreszeit denn auch hoffnungslos überfüllt sind.

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Neuseeland

Wie in Australien, ist auch hier Weihnachten im Sommer, alles grünt und blüht um diese Zeit, insbesondere schön rot der Pohutukawa-Baum, den die Neuseeländer deswegen ihren Weihnachtsbaum nennen.

Auch hier wird meistens draußen gefeiert, es gibt ein Barbecue, Picknick oder ein "Hangi", bei dem nach Art der Maoiri Fleisch und Gemüse in erhitzten Erdlöchern gegart wird. Nicht fehlen darf auch eine Pavlova, eine Nachspeise mit Sahne und Baiser, Beeren oder Kiwis.

Besonders schön ist das traditionelle Konzert im Stadtpark von Auckland, wo häufig bekannte Künstler auftreten. Der Eintritt ist frei, und die Leute kommen mit Klappstühlen, Decken und Kühltaschen. Mitsingen ist erwünscht, und es wird sogar nach den Weihnachtsmelodien getanzt. Am Ende findet immer ein fantastisches Feuerwerk und eine Lasershow statt.

Trotzdem fehlt wohl irgendwie die richtige Weihnachtsstimmung so mitten im Sommer, un dso feiern viele Neuseeländer im Juli, das heißt für sie mitten im Winter, noch einmal Weihnachten, mit allem Drum und Dran, Weihnachtsbaum und Lichterdekoration.

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Niederlande

In den Niederlanden ist der Nikolaustag weitaus wichtiger als bei uns in Deutschland. Hier kommt nämlich der Nikolaus, der hier Sinterklaas heißt, ganz offiziell per Schiff aus Spanien angereist. Er legt am letzten Samstag im November in den holländischen Hafenstädten an,, wo er immer schon von einer riesigen Menschenmenge erwartet wird. Anders als bei uns ist er nicht in dicke Winterklamotten gekleidet und reitet auf einem Esel, sondern kommt als Bischof auf einem Schimmel. Begleitet wird er von seiner Dienerschaft, den "Swarten Pieten", die jetzt gleich anfangen Süßigkeiten zu verteilen und den unartigen Kindern mit der Rutezu drohen. Aber da natürlich alle Kinder artig sind, bleibt es heutzutage bei Drohungen.

In letzter Zeit sind die "Swarten Piete", die meistens von schwarz geschminkten Weißen in mittelalterlicher Pagenkleidung und mit Afro-Perücken dargestellt werden, in die Diskussion geraten. Es sei nicht vertretbar, so heißt es, dass Farbige in so untergeordneter Stellung auftreten. Wie dem auch sei, in der Nacht des 5. Dezember reitent die ganze Horde jedenfalls über die Dächer und lässt Geschenke durch den Karmin in die Häuser fallen. Drinnen wird ein lustiges Familienfest gefeiert, , bei der nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen Geschenke bekommen. Oft sind witzige Ulk-Geschenke dabei, und zu jedem Geschenk gibt es ein lustiges Gedicht vom Sinterklaas.

Doch auch Heiligabend wird in den Niederlanden gefeiert. Meistens ist es ein Familienfest mit gutem Essen und dem Besuch der MItternachtsmesse. Am 1. Weihnachtstag gehen die Familien häufig auswärts essen. Einige Familien haben das Nikolausfest abgeschafft und die Bescherung auf das Weihnachtsfest verlegt. Reiche Leute feiern oft beide Feste, und beiihnen geibt es dann zwei Mal Geschenke.

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Norwegen

Hier gibt es die selben hektischen Weihnachtsvorbereitungen wie bei uns, Weihnachtsbäume und LIchterketten auf den Straßen und Plätzen, fantassievoll dekorierte Geschäfte. Schon im November kann man in den Restaurants am "Julbord" teilnehmen, einem reichhaltigen Weihnachtsbuffet, und die Geschäftsleute feiern das "kleine Weihnachten". Auf dem Lande brauen die Leute manchmal schon Wmehrere Wochen vorher selber "Julöl" (ein spezielles Weihnachtsbier). Zu WEihnachten gehört ausßerdem ein gründlicher Hausputz, das Backen von mindestens 7 Sorten verschiedener Plätzchen und eines süßen Weihnachtsbrotes. Natürlich gibt es inzwischen auch hier einen geschmückten Weihnachtsbaum in den Häusern und Wohnungen (Ein Weihnachtsbaum ziert übrigens auch die Mastspitze eines jeden norwegischen Schiffes in der Weihnachtszeit!).

Wichtig ist, dass man nicht vergisst, dem "Nisse" (eine Art Heinzelmännchen) einen Reisbrei hinzustellen. Der Weihnachtsmann ist übrigens mit den Nisse verwandt, was auch seinen Namen erklärt: "Julenisse" (Angeblich ist er deswegen in Norwegen etwas unlustiger als anderswo). Auch die Vögel werden nicht vergessen, sie bekommen das "Julenek", eine Hafergarbe an einem Pfahl. Im Haus wird dann die Weihanchtsgeschichte verlesen, oft aus schönen, alten Familienbibeln.

Nach einem traditionellen Festmahl wird die Tür zum Weihnachtszimmer geöffnet, nun gibt es erstmal einen Tanz um den Weihnachtsbaum, bei dem die ganze Familie, oft auch Teddy und Puppe, mitmacht. Dann werden die Geschenke, die unter dem Weihnachtsbaum liegen, verteilt, es gibt Kuchen und Gesellschaftsspiele für alle.

Am nächsten Morgen begibt sich die ganze Familie zum Gottesdienst, in manchen Gegenden noch mit Pferden und Schlitten. Danach folgt ein Brunch oder ein ausgiebiges Mittagsmahl.

WDie Weihnachtszeit dauert in Norwegen auf jeden Fall bis zum Dreikönigstag am 6. Januar, manchmal auch bis zum 13. Januar, dem Tag des Heiligen Knut. Dann wird der ganze Festtagsschmuck weg geräumt un des kehrt wieder Normalität ein.

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Östereich

In Österreich feiert man Weihnachten so ähnlich wie bei uns. In der Adventszeit werden nacheinander die vier Kerzen am Kranz entzündet, und die Kinder dürfen jeden Tag ein Türchen am Adventskalender öffnen. In vielen Städten gibt es Christkindelmärkte, auf denen Weihnachtsschmuck und auf jeden Fall "Heiße Maroni", geröstete Kastanien, verkauft werden.

Am 6. Dezember kommt der Nikolaus, um die artigen Kinder mit Süßigkeiten und kleinen Geschenken zu verwöhnen. Allerdings hat er noch den Krampus dabei, der Unartige mit der Rute bestrafen soll und oft ziemlich furchterregend aussieht.

Am 24 Dezember kommt dann das Christkind und bringt die größeren Gaben. Natürlich gibt es auch einen festlich geschmückten Tannenbaum und ein gutes Essen. Anschließend geht man oft zur Mitternachtsmette.

Die beiden Weihnachtsfeiertage werden oft genutzt, um Freunde und Verwandte zu besuchen. In manchen Familien wird auch derToten gedacht mit einem Besuch auf dem Friedhof, wo dann auf den Gräbern Kerzen entzündet werden.

Den Abschluss der festlichen Zeit bildet der 6. Januar, dann sind die Sternsinger unterwegs, um Segen für das neue Jahr zu bringen. In den ländlichen Gebieten ist es Brauch, die Sänger zur Verköstigung ins Haus zu bitten.

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Polen

Die Polen nehmen die Adventszeit und Weihnachten sehr wichtig. Dabei ist Heiligabend, er heißt hier "Wigilia", der zentrale Festtag. er gehört noch zur Fastenzeit, und oft essen die Leute den ganzen Tag überhaupt nichts bis zum abendlichen großen Festmahl, das auch noch vorwiegend aus Fisch und anderen Fastenspeisen besteht, und das erst serviert wird, wenn der ersten Stern am Himmel zu sehen ist. .

Auch hier gibt es den Tannenbaum, der meistens von der ganzen Familie gemeinsam geschmückt wird. Traditionell verwendet man dabei auch Getreide, Heu und Stroh, als Erinnerung daran, dass Jesus in einer Krippe gelegen hat, aber auch als Bitte für eine gute Ernte im nächsten Jahr.

Ein wichtiger Bestandtteil des polnischen Weihanchtsfestes bilden die eckigen, mit einem Bild verzierten Weihnachtsoblaten. Die Familie teilt diese miteinander als Symbol der Zusammengehörigkeit. Oft sthet auf der Festtafel eine Kerze, unter der sich eine Münze befindet, das soll nämlich die Familie vor künftiger Armut bewahren. Außerdem liegt noch ein Gedeck mehr auf, für eine zufällig vorbei kommenden Gast. Nach dem Festmahl geht es zur Bescherung, und dann gibt es die Mitternachtsmette in der Kirche, die "Pasterka" genannt wird.

Am 1 Weihanchtstag werden Freunde und Verwandte besucht. Es gibt unglaublich viel zu essen und zu trinken, und wer sich als Gast dabei zurückhält, beleidigt den Gastgeber!

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Portugal

In Portugal, wo die Menschwn vorwiegend katholisch sind, ist die Krippe ein sehr wichtiger Teil der Weihanchtsbräuche. In den Kirchen wrden oft richtige Landschaften aufgestellt, mit Dörfern, und äFiguren, die Ortschaften aus der Umgebung und den darin lebenden Menschen nachempfunden sind. Zur Weihnachtsmesse bringen die Menschen oft Früchte und Geschenke mit für das Kind in der Krippe. Nach der Mittaernachtsmesse versammeln sich die Leute oft noch um ein großes Feuer vor der Kirche, bei dem traditionell ein ganzer Baumstamm verbrannt wird.

Der Weihnachtsbaum sit auch hier auf dem Vormarsch, oft haben die Menschen beides daheim, Baum und Krippe. Das traditionelle Festmahl beeinhaltet auf jeden Fall STockfisch, Kürbiskarpfen, und einen Punsch aus Wein mit Honig, Rosinen und Zimt. Die Geschenke bringen entweder der "Pai natal", das ist der Weihnachtsmann, oder "Menino Jesus", das Christkind.

Zum Dreikönisgsfest am 6. Januar gibt es noch einmal ein Festmahl in der Familie. Man verzehrt einen besonderen "Königskuchen", der in den ein kleines Geschenk, sowie eiene Saubohne eingebacken sind. Das Geschenk soll die Gaben symbolisieren, die die drei Weisen dem Jesuskind übergeben haben und soll dem Empfänger Glück bringen. Die Saubohne bedeutet für den, der sie in eseinem Kuchenstück findet, dass er im nächsten Jahr den Königskuchen spenden muss. In manchen Familien wird danach noch gemeinsam ein Granatapfel gegessen, die Fruchtstückchen gelten als Sinnbild des Reichtums.

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Russland

Weil die orthodoxe Kirche die Zeit immer noch nach dem Julianischen Kalender zählt, wurden die russischen Weihnachtsmessen erst am 7. Januar (nach unserem Kalender) gefeiert. Der russische Neujahrstag war der 13. Januar, und bis dahin ging auch die Weihnachtszeit.

Während der russischen Revolution wurde dann auch hier der gregorianische Kalender eingeführt. Die damaligen Machthaber wollten nicht nur Adel und Kapitalisten loswerden, sondern auch die christliche Religion (Religion= Opium für's Volk) und damit natürlich auch Weihnachten entsorgen. Vermutlich hatte man aber Bedenken, gleich die gesamten Traditionen über Bord zu werfen, und so wurde Silvester zum zentralen Feiertag ausgerufen. St. Nikolaus, der bis dahin für die Geschenke zuständig war, und in Russland hohe Verehrung genoss, wurde flugs ersetzt durch Djed Moroz - Väterchen Frost (wirkt zwar ziemlich traditionell, ist aber eine reine Kunstfigur), der an diesem Tag von den vereisten Bergen herunter steigt. Mit Hilfe eines Mädchens namens Schneeflöckchen und eines Jungen, der Neujahr heißt, legt nun er die Geschenke unter die Tannenbäume, die nun eben zu Silvester aufgebaut werden.

Auch zum russischen Neujahrsfest, wie es jetzt heißt, gehört ein gutes Essen mit Freunden und Verwandten, man trinkt dabei Tee und (natürlich!) viel Wodka.

Neureiche junge Russen haben für sich allerdings längst "american xmas" importiert, am 24. Dezember, samt Santa Claus als Gabenbringer! Die konservativen Christen dürfen inzwischen wieder am 7. Dezember feiern. Und für alle dauert in Russland Weihnachten, wie in Schweden, bis zum 13. Januar, dem traditionellen russischen Neujahrstag (nach dem julianischen Kalender). Die Russen können übrigens 11 Mal auf das neue Jahr anstoßen, wegen der verschiedenen Zeitzonen, die es in ihrem Land gibt.

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Schweden

Für die Schweden ist Weihnachten das wichtigste Fest des Jahres. So richtig los geht es am 13. Dezember mit dem Luciatag. An diesem Tage kommen die ältesten Töchter der Familie als Luciabraut in weißen Gewändern mit einem Lichterkranz (heute meistens elektrisch!) mit Frühstück ans Bett der übrigen Familienmitglieder, in Gedenken an die heilige Lucia, die den Christen im Mittelalter Nahrung gebracht haben soll. Auch öffentliche Luciafeiern gibt es überall, bei denen besonders hübsche junge Mädchen die Lucia darstellen, bleigleitet von weißgekleideten Jungfern und manchmal auch den "Sternenjungen", die spitze Sternenmützen auf dem Kopf tragen.

Bei den Vorbereitungen zum Weihnachtsfest, das hier Jul heißt, sollen den Menschen die Hauswichtel, die Tomte oder Nisse, beistehen, die auch im übrigen Jahr dafür sorgen, dass alles in Haus und Hof rundläuft und funktioniert. Am 23. Dezember erreichen die Vorbereitungen ihren Höhepunkt, dann wird nämlich der Weihnachtsbaum geschmückt. Traditionsgemäß gehören auch schwedische Flaggen an den Baum.

Der wichtigeste Tag des Weihnachtsfestes ist hier der 24. Dezember. Am Vormittag besucht man oft Freunde oder Verwandte. Auf keinen Fall darf der Milchbrei für die Wichtel vergessen werden, denn dann, so heißt es, wären diese sehr verärgert und man könne im nächsten Jahr nicht auf ihre Hilfe bauen, ja, es käme oft großes Unglück über die Familie. Am Nachmittag sitzt ganz Schweden nahezu geschlossen vor dem Fernseher, um alte Disneyfilme anzugucken. Danach gibt es ein reichhaltiges Buffet. Nach dem obligaten Ringtanz mit Weihnachtsliedern um den Weihnachtsbaum, an dem oft auch Teddys und Puppen teilnehmen dürfen, geht es an die Bescherung. Der Weihnachtsmann, der auch hier inzwischenen die Geschenke bringt, ist übrigens irgendwie mit den Wichteln verwand, wie man unschwer an seinem Namen erkennt, er heißt hier nämlich Jultomte.

Am frühen Morgen des 1. Weihnachtstages besuchen die Familien die Christmette. Zu Hause bewacht der Julbock, ein Ziegenbock aus Stroh, den Weihnachtsbaum und hält die bösen Geister fern. Die Weihnachtszeit dauert auch hier bis zum 13. Januar, dem Knutstag. Wer dann durch schwedische Straßen läuft, muss aufpassen, weil es offenbar Brauch ist, dann die abgetakelten Weihnachtsbäume einfach aus den Fenstern auf die Straße zu werfen!

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Spanien

In Spanien hat sich die amerikanische Art, Weihnachten zu feiern, noch nicht so durchgesetzt wie im übrigen Europa. Die Adventszeit ist sehr ruhig und besinnlich, abgesehen von der Weihnachtslotterie am 22. Dezember, an der teilzunehmen schon beinahe eine Pflicht ist.

Der heilige Abend ist in Fest der Familie. Im Mittelpunkt steht hier nicht der Weihnachtsbaum sondern meistens eine schön gearbeitete Weihnachtskrippe.

Der Weihnachtsmann ist hier so gut wie unbekannt, dafür kommt der Olentzero (Köhler) aus den Bergen und wird von den Einwohnern auf den Schultern ins Dorf getragen. Er hat die schönsten Holzstücke aus seinem Meiler nicht zu Kohle gebrannt, sondern zu Spielzeug verarbeittet, dass er an die Kinder verteilt, wobei er, anders als unser Weihnachtsmann und Nikolaus, keine erzieherischen Maßstäbe anlegt. Deswegen ist er natürlich bei den Kindern sehr beliebt. Inzwischen verschenkt er auch Barbies und Pokémons!

In der Zeit vom 25. Dezember bis zum 6. Januar gibt es viele regionale Feste zu Christi Geburt, bei denen es oftmals ziemlich hoch her geht.

Die "richtigen" Geschenke bringen in Spanien die heiligen drei Könige am 6. Januar, der mit vielen Festivitäten und Umzügen begangen wird.

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Ungarn

Am 6. Dezember kommt der Nikolaus, der den Kindern vor allem Süßigkeiten bringt. Heiligabend gibt es ein großes Festessen. Der Weihnachtsbaum wird oft von den Kindern geschmückt. In Ungarn ist der Weihnachtsmann weitgehend unbekannt. Hier sind die Gabenbringer Engel, die vom Himmel herab schweben und die Geschenke unter den Weihnachtsbaum legen. Die Weihnachtsmessen in den Kirchen werden um Mitternacht oder auch früh am 1. Weihnachtstag gefeiert. An diesem Tage ziehen oft junge Männer als Hirten verkleidet mit einer Krippe durch die Straßen. Sie werden dafür mit Süßigkeiten belohnt. Der zweite Weihnachtstag ist hier den Freunden und Verwandtenbesuchen gewidmet.

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USA

Zweifellos stellen die Amerikaner den Rekord auf bei der Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes. In der Vorweihnachtszeit kann man dort so gut wie alles in weihnachtlicher Sonderausfertigung oder Weihnachtsverpackung kaufen. Alles wird weihnachtlich geschmückt und ausgeleuchtet, überall stehen Weihnachtsbäume herum, je größer, desto besser. Meistens sind es künstliche Bäume, manchmal auch speziell in regelmäßige Formen geschnittene Nadelbäume, über und über mit Lichterketten und Baumschmuck (oft mals ziemlich kitschiger Art) behangen. Es ist üblich, die Christbäume schon Anfang Dezember aufzustellen. Auch außen werden die Häuser mit Lichterketten geschmückt, oft gibt es regelrechte Wettbewerbe. Erschwerend kommt hinzu, dass Ende November in Amerika noch Erntedank gefeiert wird, mit herbstlichen Dekorationen und ohne Glitter.

"Santa", das ist die Kurzform von Santa Clause, wie der Weihnachtsmann hier genannt wird, hält in den Straßen der Großstädte pompöse Paraden ab, kaum ein Kaufhaus, das nicht den "echten" Weihnachtsmann zu Besuch hat, oftmals mit samt Elfen, Zwergen und Rentieren! Dem weihnachtlichen Trubel kann man sich kaum entziehen!

Der 24. Dezember ist hier eigentlich nur "the night before Christmas": In der Nacht vor dem 1. Weihnachtstag kommt nämlich der Weihnachtsmann durch den Kamin (notfalls auch durch einen künstlichen!) und füllt die aufgehängten Socken mit kleinen Geschenken und Süßigkeiten. Die großen Geschenke liegen am Morgen unter dem Tannenbaum. Amerikaner sind dabei oft sehr großzügig, übrigens auch beim weihnachtlichen Spenden für Bedürftige.

Zum festlichen Essen am Christmasday, zu dem auf jeden Fall ein riesiger Truthahn gehört, kommt die ganze Familie zusammen, oftmals auch Verwandte aus anderen Staaten, die man ansonsten nur selten sieht.

Der eigentlich lässig klingende Spruch "Happy Xmas" hat übrigens in Wirklichkeit Ursprung im Griechischen. "X" als Anfangsbuchstabe des Namens Christus.

 

 

Noch mehr Informationen darüber, wie man in anderen Ländern Weihnachten feiert, findet ihr hier:

https://www.weihnachtsbuero.de/x-mas-themen/braeuche-weihnachten-national/weihnachtsbraeuche-europa.html (externer Link)