Hier findest du Zitate zu den Themengebieten Alltag und Leben und Beruf.
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| Freude
an der Arbeit läßt das Werk trefflich geraten. Wie lächerlich und weltfremd ist der, der sich über irgend etwas wundert, das im Leben vorkommt. Es
ist dumm, sich über die Welt zu ärgern. Es kümmert sie nicht. Das
Leben ist ein Hospital, in dem jeder sein Bett wechseln möchte.
Bei schlechten Beamten helfen selbst die besten Gesetze nichts. Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd. An
Grundsätzen hält man nur fest, solange sie nicht auf die Probe gestellt
werden; geschieht das, so wirft man sie fort wie der Bauer die Pantoffeln und
läuft, wie einem die Beine nach der Natur gewachsen sind.
Wem
zu glauben ist, redlicher Freund, das kann ich dir sagen: Glaube dem Leben; es
lehrt besser als Redner und Buch. Leben ist die Kunst, taugliche Schlußfolgerungen aus unzureichenden Prämissen zu ziehen. Alle Lebewesen außer den Menschen wissen, daß der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genießen. Der beste Lügner ist der, der mit den wenigsten Lügen am längsten auskommt. Fortschritt
ist etwas, das auf dem allgemeinen und angeborenen Verlangen jedes Wesens beruht,
über seine Verhältnisse zu leben. Unser
Leben ist viel schwerer als das unserer Vorfahren, weil wir uns so viele Dinge
anschaffen müssen, die uns das Leben erleichtern. Die
Erfahrung lässt sich ein furchtbar hohes Schulgeld bezahlen, doch sie lehrt
wie niemand sonst! Den
Beweis der Tüchtigkeit erbringt man nicht so sehr in dem, was man selber
leistet, als vielmehr durch die Leistungen derer, mit denen man sich zu umgeben
versteht.
Marcus Tullius Cicero, 106 v. Chr.- 43 v. Chr. Angenehm sind die erledigten Arbeiten. Faulheit ist die Furcht vor bevorstehender Arbeit. Die Autorität des Lehrers schadet oft denen, die lernen wollen. Den
ungerechtesten Frieden finde ich immer noch besser als den gerechtesten Krieg.
Man
braucht nichts im Leben zu fürchten, man muß nur alles verstehen. Held
sein, eine Minute, eine Stunde lang, das ist leichter, als in stillem Heroismus
den Alltag zu tragen. Es
ist gefährlich, anderen etwas vorzumachen; denn es endet damit, dass man
sich selbst etwas vormacht.
Sobald eine Mode allgemein geworden ist, hat sie sich überlebt. Wir
sind leicht bereit, uns selbst zu tadeln, unter der Bedingung, dass niemand einstimmt.
Es gibt nur ein Mittel, sich wohl zu fühlen: Man muß lernen, mit dem Gegebenen zufrieden zu sein, und nicht immer das verlangen, was gerade fehlt. In Aufstellung unserer Grundsätze sind wir strenger als in ihrer Befolgung. Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit auf. Ignorieren ist noch keine Toleranz. Über
Plagiate sollte man sich nicht ärgern. Sie sind wahrscheinlich die aufrichtigsten
aller Komplimente.
Der Durchschnittsmensch, der nicht weiß, was er mit diesem Leben anfangen soll, wünscht sich ein anderes, das ewig. Die
Arbeit ist etwas Unnatürliches. Die Faulheit allein ist göttlich. Verlorene Zeit wird nie wieder gefunden. Der Weg zum Reichtum hängt hauptsächlich an zwei Wörtern: Arbeit und Sparsamkeit. Dreimal
umgezogen ist so gut wie einmal abgebrannt Der
Beamte und der Philosoph beziehen ihre Stärke aus der Sachfremdheit.
Es bildet ein Talent sich in der Stille, sich ein Charakter in dem Strom der Welt. Ein edles Beispiel macht die schweren Taten leicht. Gegenüber der Fähigkeit, die Arbeit eines einzigen Tages sinnvoll zu ordnen, ist alles andere im Leben ein Kinderspiel. Nichts
bleibt weniger verborgen und ungenutzt als zweckmäßige Tätigkeit.
An kleinen Dingen muss man sich nicht stoßen, wenn man zu großen auf dem Weg ist. Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu etwas. Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes Nichts. Den
Augenblick immer als den höchsten Brennpunkt der Existenz, auf den die ganze
Vergangenheit nur vorbereitete, ansehen und genießen, das würde Leben
heißen!
Alle
kräftigen Menschen lieben das Leben. Vielwisserei
lehrt nicht, Vernunft zu haben. Arbeit
hat für mich etwas Faszinierendes. Ich kann stundenlang davor sitzen und sie anschauen. Nichtstun
ist eine der größten und verhältnismäßig leicht zu
beseitigenden Dummheiten. Drei
Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der
Schlaf und das Lachen. Verstehen
kann man das Leben rückwärts, leben muß man es aber vorwärts. Nie
habe ich eine Arbeit kalt gemacht, sondern immer gewissermaßen mit meinem Blut.
Das müssen die, die sie sehen, spüren. Von
Natur aus sind die Menschen fast gleich; erst die Gewohnheiten entfernen sie voneinander.
Lao Tse, ca. 604 - 531 v. Chr. Sag
es mir, und ich werde es vergessen.
Wer
das Leben nicht schätzt, der verdient es nicht. Jeder
Fehler erscheint unglaublich dumm, wenn andere ihn begehen. Ausführungsbestimmungen
sind Erklärungen zu den Erklärungen, mit denen man eine Erklärung
erklärt. Leben
ist die Suche des Nichts nach dem Etwas. Wer
von Anfang an genau weiß, wohin sein Weg führt, wird es nie weit bringen. Überhaupt
hat der Fortschritt an sich, daß er viel größer ausschaut, als
er wirklich ist. Zivilisation ist die erzwungene Tierzähmung des Menschen. Der
Beruf ist eine Schutzwehr, hinter welche man sich erlaubterweise zurückziehen
kann, wenn Bedenken und Sorgen allgemeiner Art einen anfallen. Es
ist Trägheit, was uns an peinliche Zustände kettet.
Blaise Pascal, 1623 - 1662 Das Wichtigste im Leben ist die Wahl eines Berufes. Der Zufall entscheidet darüber. Die
Tugend eines Menschens sollte nicht an seinen besonderen Leistungen gemessen werden,
sondern an seinem alltäglichen Handeln. Es
gibt zwei gefährliche Abwege: die Vernunft schlechthin abzulegen und außer
der Vernunft nichts anzuerkennen.
Die schlimmsten Fehler macht man in der Absicht, einen Fehler gutzumachen. Wenn
es glatteist, gehen die Menschen Arm in Arm. Die Bescheidenheit ist wie die Enthaltsamkeit: man würde wohl gerne mehr essen, fürchtet aber, dass es einem übel bekommt. Wir sind so gewöhnt, uns vor anderen zu verstellen, dass wir es zuletzt auch vor uns selber tun. Fremdes
Missgeschick zu tragen sind wir alle stark genug.
Peter
Rosegger, 1843 - 1918 Das Dasein ist köstlich, man muß nur den Mut haben, sein eigenes Leben zu führen. Man kann sich viel leichter krankfaulenzen als krankarbeiten. Wer
nicht schon in der Arbeit Genugtuung findet, der wird nie zur Zufriedenheit gelangen.
Ideale
sind wie Sterne; man kann sie nicht erreichen, aber man kann sich an ihnen orientieren. Wo
die Natur nicht will, ist die Arbeit umsonst. Hast
du bei einem Werk den Anfang gut gemacht, das Ende wird gewiss nicht minder glücklich
sein. Wer
lange genug gelebt hat, hat alles gesehen und auch das Gegenteil von allem. Das
Ärgerliche am Ärger ist, dass man sich schadet, ohne anderen zu nützen. Zivilisation
ist die unablässige Vermehrung unnötiger Notwendigkeiten. Die Arbeit hält drei große Übel fern: die Langeweile, das Laster und die Not. Zufall ist ein Wort ohne Sinn. Nichts kann ohne Ursache existieren. Die
Arbeit hält drei große Laster fern: Langeweile, Laster und Not. Freiheit
- hat sie erst einmal Wurzeln geschlagen - ist eine Pflanze, die sehr schnell
wächst.
Du
weißt nicht, wie schwer die Last ist, die du nicht trägst. Wer kein freundliches Gesicht hat, darf keinen Laden aufmachen. Einen
Tag ungestört in Muße zu erleben, heißt einen Tag ein Unsterblicher zu sein. Gott
gibt jedem Vogel seine Nahrung, wirft sie ihm aber nicht ins Nest. Wer
lächelt, statt zu toben, ist immer der Stärkere. Wer
sich allzu oft bückt, fängt an, krumm zu gehen und zu denken.
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